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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1871-01-01 · Heft 4 · p. Seite 190

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
20 (1871)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1871-01-01
Page
Seite 190 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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190 Recensionen. corrupte unverständliche Stellen gesetzt, das bekundet die Lücke von 32 Verbalstämmen, die sich zwischen den Wörtern בכה und חנה findet. Es liegt auf der Hand, daß die vorliegende Ausgabe ganz anders ausfailen mußte, da sie nach zwei Manuscripten besorgt und außerdem der Herausgeber durch eine von Herrn Neubauer angefertigte Zusammenstellung der abweichenden Lesearten in der pariser Handschrift unterstützt wurde. Es genügt zur Hervorhebung des Vorzugs der neuen Edition, wenn wir bemerken, daß in der hier zum zweiten Male veröffentlichten Uebersetzung des Zbn Esra die von Dukes in seiner Ausgabe als auffällig bezeichneten Stellen fehlen und uns nicht wie dort Widersprüche mit der Masora oder, einem kimchi'schen Citate entgegentreten; vgl. 66. Dukes p. 182 und 183 und 66. Nutt p. 123. Der höchst correcten Ausgabe der hebräischen Uebersetzung hat Herr Nutt auch eine englische Uebersetzung beigefügt, welche sich aber :licht auf die letzten 6 Seiten des hebräischen Textes erstreckt, weil diese theils nur unvollständige Bruchstücke enthalten, theils bereits ziemlich wörtlich in der ersten Abhandlung Vorkommen. Einer der bedeutendsten Hebraisten, Franz Delitzsch, hat zu wiederholten Malen, jüngst wieder in einer Habilitationsrede, auf die Nothwendigkeit hingewiesen, bei sprachwissenschaftlichen Arbeiten auf die früheren Grammatiker, ״nicht bloß auf die Kimchi oder gar Elia Levita, sondern auf die jenseits derselben gelegenen ältesten Quellen" zurüchugehen. Noch immer blicken nämlich sehr viele Orientalisten mit Geringschätzung auf die Untersuchungen der ersten Sprachforscher, obwohl die Worte Munkes: ״noch heute könnten die gründlichen Werke eines Gesenius und Ewald durch die Bemerkungen eines Mannes wie Ihn G'anach bereichert werden," sie längst eines Bessern hätten belehren sollen. Allein man kann nicht an die christlichen Gelehrten die Forderung stellen, auf dem Gebiete der neuhebräischen Literatur sich mit Leichtigkeit zu bewegen; wir halten es daher für gerathen, daß die Beleseneren und mit dem mittelalterlichen Schriftthum Vertrauteren dieses durch Uebersetzungen dem Verstandnisse näher bringen. Alan würde dann, un: nur einige Beispiele anzuführen, bald erkennen, daß der erste, welcher ein über alle Theile der Sprache sich erstreckendes grammatisches Werk geschrieben, Jbn G'anach, manche feinen Bemerkungeil über die lilerse serviles und über viele schwierige Schriftstellen ausgesprochen hat, die wir selbst in den neuesten Arbeiten vermissen; man würde die interessante Beobachtung machen, daß der am meisten in der sprachwissenschaftlichen Forschung vorgeschrittene Ewald hinsichtlich seines Strebens, die letzten Gründe und Prinzipien zu finden, schon in Efodi

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