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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1871-01-01 · Heft 4 · p. Seite 189

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
20 (1871)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1871-01-01
Page
Seite 189 (sequence 3)
Language
German
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IRI
…/2829132-2829402-2829407--13411-2865815
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Reeensionerr. 189 wo die im Arabischen dem Beispiele TP beigegebenen Erläuterungen von Jbn Esra ganz übergangen sind. — Bei Weitem erheblicher aber ist es, daß G'ikatilla die Abhandlungen Chajug's durch zahlreiche eigene Zusätze bereichert hat, die allerdings mehr ergänzender und erläuternder Natur sind, als Produktivität und Selbstständigkeit bekunden, aber immerhin doch manche Beiträge Zur Kenntniß der ältesten Sprachforschung liefern. Der Herausgeber hat diese Zusätze durch Parenthesen vom eigentlichen Texte abgetrennt; ob in dem Manuscript schon diese Scheidung kenntlich war, oder Herr N. sie nach dem Ergebnisse eigener Untersuchung vorgenommen, darüber sind wir im Dunkeln geblieben. Wie dem aber auch sei, die Abgrenzung ist, unserer Ansicht nach, nicht überall eine genaue. So halten wir S. 9, die Bemerkung über das gentilicium, von שואת היוד bis עברים משים, nicht für Worte des Ehajug', sondern des G'ikatilla, sowohl weil dieselben bei Jbn Esra fehlen, der sich diese Freiheit nur bei überflüssigen Wendungen und Erläuterungen gestattet, als auch weil sie sich leicht als ein rein erklärendes, den Zusammenhang unterbrechendes Einschiebsel charakterisiren. Andererseits wird die begreifliche Erklärung des Inf. S. 21 dem G'ikatilla zugeschrieben, während sie Efodi (Maasse Efod ed. Wien p. 49) dem Chajug' vindicirt; möglich aber auch, daß in den Handschriften die Worte des CH. und des G. durch keine äußeren Kennzeichen von einander geschieden waren und so auf Seiten Efodi's der Jrrthum liegt, wie ja auch in dem von Dukes veröffentlichten Bruchstücken des G'ikatilla die Bemerkungen des Verfassers und des Uebersetzers untereinander stehen. Aufgefallen ist uns, daß der Herausgeber in der Vorrede auch von Zusätzen G'ikatilla's zu der abgedruckten Jbn Esra'schen Uebersetzung spricht, obwohl wir daselbst nur einmal auf S. 124 einige in Parenthese eingeschlossene und somit dem G. Zugeschriebene Worte finden. Wahrscheinlich hat ihn zu dieser Behauptung der Unlstand geführt, daß die erwähnten Worte unmöglich dem Verfasser selbst angehören können, der Zusatz des Jbn Esra jedoch erst unmittelbar darauf durch ein אמר אברהם המתתם eingeleitet wird. Allein in diesem vereinzelt dastehenden Einschiebsel eine Spur von G'ikatilla'schen Arbeit zu erblicken, erscheint uns zu gewagt. — Wir legen endlich aus folgendem Grunde auf die neue Edition einen Werth. Dukes stand nur ein einziges Manuscript aus der münchener Bibliothek zu Gebote; dafür hat er freilich seine Ausgabe durch höchst schätzbare Bernerkungen und Berichtigungen von anderen Grammatikern und von ihm selbst bereichert. Aber etwas Correktes und Vollständiges vermochte er nicht zu liefern; das bekunden die vielen Fragezeichen, die er hinter

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