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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1871-01-01 · Heft 4 · p. Seite 188

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
20 (1871)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1871-01-01
Page
Seite 188 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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188 Reeenflonen. Punctatiori, haben zwei hebräische Uebersetzer gefunden, — Mose G'ikatilla und Abraham Jbn Esra. Das arabische Original befindet sich nur noch in der Bodlejana und ist bisher ungedruckt geblieben; von den in verschiedenen Bibliotheken handschriftlich aufbewahrten Uebersetzungen war bis in die jüngste Zeit nur die des Jbn Esra, von Dukes 1844 als der dritte Theil der ״Beiträge zur Geschichte der ältesten Auslegung" edirt, größeren Kreisen zugänglich, während von der andern Uebersetzung nur ein ganz kleiner noch dazu unvollständiger Bruchtheil zu der erwähnten Ausgabe hinzugefügt ist. Der gelehrte Bibliothekar der Bodlejana, Herr John Nutt, hat nun auch die G'ikatilla'sche Uebersetzung veröffentlicht, freilich nicht von allen drei Abhandlungen, wie es der ungenaue hebräische Titel des vorliegenden Werkes vermuthen läßt, sondern nur von den ersten beiden Schriften; von der dritten hat er nur die bereits früher bekannte Uebersetzung des Jbn Esra geliefert, dafür uns aber durch Beifügung des zu Grunde liegenden arabischen Originals entschädigt. — Obwohl schon durch die Dukesffche Ausgabe in die sprachwissenschaftliche Auffassung des Chajug' uns ein vollständiger Einblick gewährt ist, der den Ref. der Mühe überhebt, sich über diesen Punkt eines Weiteren zu verbreiten, so wird dennoch gewiß Niemand, der sich mit den Werken älterer jüdischer Sprachforscher beschäftigt, die Arbeit des Herrn Nutt für eine un-zweckmäßige halten, und zwar einfach aus dem Grunde, weil den spätern Grammatikern nur die Uebersetzung G'ikatilla's Vorgelegen und ein Nachschlagen der Chajug'- scheu (Eiterte in der Uebersetzung Jbn Esra's mit Schwierigkeiten und Zeitverlust verbunden ist. Ein genaueres Eingehen in die beiden Ausgaben von Dukes und Nutt wird das Dankenswerthe der jüngsten Veröffentlichung noch׳ deutlicher hervortreten lassen. Wir legen am Wenigsten darauf Gewichts daß Jbn Esra bei allem Streben nach wortgetreuer Wiedergabe des Originals, wovon man durch eine Vergleichung des beigedruckten arabischen Textes mit der entsprechenden Uebersetzung sich bald überzeugen kann, dennoch nicht allzu scrupulös in seiner Arbeit gewesen ist: denn er hat nicht Nur die Einleitungen, Schlüsse, Uebergänge erheblich gekürzt — man vergleiche unter Anderen den Schluß der Auseinandersetzung der Nifalform bei den Gem. in Nutt hebr. Th. p. 67 mit Dukes p. 106—, sondern es bezeugt auch eine Gegenüberstellung der Tabellen der einzelnen Verba in den beiden Editionen, wie oft er die weitschweifigen Etläuterungen Chajug's zu den einzelnen Beispielen in wenig Worten zusammengezogen; und daß nicht etwa umgekehrt den G'ikatilla der Vorwurf zu großer Weitschweifigkeit trifft, ersehen wir gleich zu Anfänge des ספר הניקיד,

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