Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 20 (1871)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Arabische Aeußerungen über Gebräuche der Juden beim Gebet und Studium
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 181 (sequence 4)
- Language
- German
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über Gebräuche der Juden beim Gebet und Studium. 181 Schöngeist AM Mansür uth-Thaalibi führt int Paragraphen über die verschiedenen Namen der Bewegungen (Fikh ul-lug’ä Cap, XIX § 3; p. 97, 14 des Abdruckes von Ru^eid Dahdäh, Paris 1860) an : ״ : אלנודאן הרכה אליהור פי מדארסהםNawadän nennt man die Körperbewegung der Juden in ihren Schuten". Diese Aussage stützt sich aller Wahrscheinlichkeit auf eine alte Dichterstelle, wo der Verfasser oder sein Gewährsmann auf die Körperbewegunq der Juden angespielt fand. Wie intensiv diese Körperbewegung gedacht werden mußte, sieht man auch daraus, daß zu ihrer Bezeichnung der speciell für intensive Bewegungen angewendete Verbalchablone: faalän, wo jeder Wurzelbuchstabe den a-Vokal hat, verwendet wird. Auf den etymologischen Zusammenhang des Wortes mit der hebr. Radix נוי ר brauchen wir wohl nicht besonders hinzuweisen. Schon Muhammed hat, wie uns die Tradition aufbewahrt hat, in einem wahrscheinlich authentischen Ausspmche seine Rechtgläubigen auf diesen Gebrauch der Juden aufmerksam gemacht. Er sagt לא חכונוא מתל אליהוד אדא נשרוא אלתוראה נאדוא d. h. seid nicht wie die Juden, wenn sie die Thora öffentlich vorlesen, bewegen sie sich hin und her." Dieselbe Tradition führt der türkische Kämüs aus dem Nihäjet an, dieselbe noch mit einer Bemerkung begleitend. Nachdem nämlich die Form und Bedentung des Wortes tanawwud erklärt und der Ausdruck nawadän als von der Körperbewegung der Juden gebräuchlich erwähnt worden ist, setzt der Commentator hinzu: ״Der Verfasser dentet hiermit auf folgende Tradition hin: Es heißt im Nihäjet u. s. tu. (folgt der obenerwähnte Ausspruch Muhammeds) d. h. sie (die Juden) bewegten beinr öffentlichen Vorlesen der I«ra ihre Köpfe utrd Schultern, beim Lesen des hochheiligen Koran aber ist es nothwendig, sich von der schulkindermäßigen Gliederbewegung zurückzuhalten und sich ruhig utrd mtbeweglich zu verhalten" *). Es wäre interessant zu erfahren, ob in der berühr- ') Türkischer Kämüs Bd. I S. 701 אלתנוד תפעל חננדה ברי אותה הרבת אילמך מענאסנה דר יקאל תנוד אלגצן אדא תחרך ומנה נודאן אליהוד פי מראדסהם מולף בונכלה אשבו חדיתה אשאר ת אילמשרר קאל פי אלנהאיה ופי