Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 20 (1871)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Arabische Aeußerungen über Gebräuche der Juden beim Gebet und Studium
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 180 (sequence 3)
- Language
- German
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180 Arabische Aeßerungen eben als ükarsictsristioum der Juden erwähnt wird, in der jüdischen Umgebung der Araber eine besondere Rolle gespielt haben muß: die Körperbewegung beim öffentlichen Vor lesen und Privatstudiumder ll'üra und bei der Verrichtung der Gebete. Auf diesen Punkt, soweit ich ihn aus arabischen Quellenschriften beleuchten kann, erlaube ich mir in nachfolgenden Zeilen die Aufmerksamkeit der Leser hinzulenken, dieselben gleichzeitig bittend, meine mangelhafte Zusammenstellung ergänzen zu wollen. Ich selbst wurde auf den erwähnten Punkt bei Gelegenheit des Studiums eines juristisch-lexikalischen Werkes des Firüzäbäd! (cod. der Leipziger Universitätsbiblioth. Nr. 260 Bl. 182 reotv) aufmerksam gemacht, da der Verf. an der angeführten Stelle (übrigens auch schon in seinem großen Wörterbuche) unter den vielen Etymologieen des Namens יהוו־ auch die anführt, daß dieser Name sich an die Körperbewegung der Juden während des Thoralesens anknüpfen läßt. (Ich theile das Original der Stelle in einem anderen Zusammenhänge mit). Jeder Kenner wird hierbei natürlich an die bekannte Kusari-Stellex) erinnert, wo diese Sitte der Juden auch dein Chazarenkönig auffallend ist. Besonders ist auch noch eine Zohar-Stelle a) in Betracht zu ziehen, an welche Manasse b. Israel eine neue Motivirung dieses sonderbaren Gebrauches anknüpft. Im arabischen Sprachgebrauchs hat diese ״Körperbewegung der Juden beim Studium ihres Gesetzes" einen ganz besonderen Namen, den nian von einer ähnlichen Bewegung eines Muhammedaners oder Feueranbeters nicht anwenden dürfte, ohne die arabische auf altes Beduinenbewußtsein gestützte Sprachtradition zu verletzen. Es ist dieser Terminus ganz auf arabischem Bobeu gewachsen und nicht etwa eine Herübernahme aus dem jüdischeu Sprachgebrauch, welcher gerade für diesen Begriff keine besondere Benennung besitzt, sondern dafür das allgemeine h i t hnöea anwendet. Der geistreiche arabische Synonymiker und ') 11,79. *) Numeri p. 402 ed. Amsterdam שאלנא ליה מאי דכל עמין דעלמא לא עבדין אלא ישראל בלחודיהו רבד לעאן באורייתא מתנועעין הבא והבא בלא למורא דבר שבעלמא ולא יכלץ למיקם בקייומייהו u. s. n>.