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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1871-01-01 · Heft 4 · p. Seite 151

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
20 (1871)
Issue
Heft 4
Article
Die Stellung Joseph Al-Basir's in der jüdischen Religionsphilosophie
Date
1871-01-01
Page
Seite 151 (sequence 2)
Language
German
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Iostph Al-Basir's in bcv jüdischen Religionsphilosophie. 151 Autor nennt, aber unendlich oft demselben ohne Nennung seiner Quelle folgt. Ueber diese Abhängigkeit Aaron's von Joseph und ein eigenthümlicheS Mißverständnis; bei Aaron ein ander Mal. Wir wollen gegenwärtig uns bloß auf Albasir's Religionsphilosophie beschränken. Wie wir sahen, fehlt dem מחתוי gerade das Wichtigste, das ihm den Stempel eines jüdischen Werkes aufdrücken würde, und in der That, das Buch macht den Eindruck, als ob es bis ans zwei, drei Stellen ebenso gut von einem Moslim hätte geschrieben sein können. Der jüdische Verfasser hielt es für eine Ueberschreitung der Grenzen, wenn er in einem Buche über die Religion Beweise für die Ewigkeit des mosaischen Gesetzes gebracht Hütte. Dann begriff er auch unter dieser Religion nicht ausschließlich die jüdische, sondern auch den Islam als streng monotheistische. Das Werk ist demnach durchaus kein national-jüdisches, und ein solches konnte auch nicht wohl von einem Karäer geschaffen werden, welcher der Entstehung des Karäismus nicht gar zu fern stand und an der Ausbildung desselben regen Antheil nahnr. Der Karäismus weist kein einziges Werk auf, das durch Tiefe des Gemüths sich auszeichnete. Von vorne herein destruktiver Natur fand er mehr an dem Spiele des zersetzenden Verstandes, als an dem des ewig sprudelnden Gemüthes sein Gefallen. Darum mußte Joseph sich so innig an den arabischen KalSm klanunern, der gleichfalls nur ein Werk des grübelnden Verstandes war. Neubauer hebt bei der Beurtheilung des עץ חייםx) mit Recht hervor, daß Aaron ben Elia seine Ausgabe darum nicht glücklich gelöst habe, weil er die Midraschanslegungen, welche Maimonides so kräftig zur Seite stehen, nicht beachten wollte. Bedenkt man, daß zwischen Joseph Haroäh und Aron b. Elia ein Zeitraum von fast fünfhundert Jahren liegt, in welchem der Karäismus an dem beständigen Feuer der Schrift sich doch schon erwärmt hatte, in den: er schon eine bedeutende Literatur zu Tage gefördert rrnd auch die Geistesarbeit der Rnbbaniten benutzt hatte, dann begreift man recht leicht, warum die mntakalli- *) a. a. O. S. 59.

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