Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 20 (1871)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Beiträge zum Verständniß der Genealogien der Chronik
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 100 (sequence 4)
- Language
- German
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100 Beiträge nähme geführt, daß die Einleitung des ganzen Berichts ursprünglich vollkommener und ausführlicher gewesen sein müsse und wohl gelautet haben möge: בני מנשה אשריאל ,שמידע u. s. w., und diese Präsumtion ist nicht ganz ohne Stütze. Denn אשד ילדה scheint weiter nichts zu sein, als eine Wiederholung von אשדיל und der zweiten Sylbe von Schemida אשדיל דה. Das zweite א in Asriel ist entweder mit der Zeit ausgefallen, oder der Chronist hat vorweg אשריל geschrieben, wie z. B. Hag. 1, 12, 14 statt שאלהיאל zu lesen ist שלהיאל, und die verbessernde Hand hat diesen! orthographisch unrichtigen Namen den richtigen אשדיאל vorgesetzt. Ebenso scheint die Annahme berechtigt, daß in guter Absicht der Schlußbuchstabe in שמידע, da einmal die erste Sylbe abhanden gekommen und nur noch דע vorhanden war, in ה verbessert wurde. Eine andere Frage tritt nun allerdings in den Vordergrund, wie es mit M a ch i r in V. 14 zu halten sei, der hier nach der Ansicht kompetenter Forscher und Erklärer der leibliche Sohn Manasse's gewesen sein muß, da der Bericht mit ״Bene Manasse" einleitet. Diese Frage ist aber mit aller Entschiedenheit dahin zu beantivorten, daß hier durchaus nicht von Machir, dem Sohne Manasse's, die Rede ist und sein kann. Denn zuvörderst kann als Resumo des ganzen Berichtes angenommen werden, daß dessen Inhalt von drei Gileaditen, ihrer Geschlechtsfolge und von den sonstigen damit in Beziehung stehenden Begebenheiten Handelt. Eben darum, weil Zelaphechad, Sohn Chepher's, in V. 15 als ״Zweiter" genannt und Schemida V. 19 als dritter Gileadite verzeichnet ist, ist man zu dem Rückschluß berechtigt, daß Asriel der richtige erste ist, von welchem unser Bericht handelt. Selbst wenn man in diesem Berichte die nothwendige Verkettung einer Zusammengehörigkeit dieser drei Gileadfamilien nicht zugestehen, die verdeckte Absicht des Chronisten mit seiner Zusammenstellung derselben nicht einräumen will, selbst dann ist, wie zwar vorgeschlagen, Asriel, der gleichsam dem