Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 20 (1871)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Der erweiterte Gebrauch der Causativ-Formen
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 81 (sequence 4)
- Language
- German
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Der erweiterte Gebrauch der Causativ-Formen. 8t ges Beispiel zeigt diese Verba in transitiver Kraft, wie aus Ewald's Angabe hervorzugehen scheint, sondern mehrere; denn ein Beispiel würde, streng genommen, nicht viel beweisen. העיד ״Zeugen aufstellen," bedeutet auch als ״Zeugen auffordern, bezeugen", nicht bloß Jes. 8, 2, sondern auch Deuteron. 31, 28; Hiob 29, 11. — ״ הביטgenau ansehen" und ״ansehen lassen". ״ הופיעerglänzen und erglänzen lassen": הופיע אור עננו (Hiob 37, 15); החריש schweigen, und ״schweigen machen," zum Schweigen bringen" (das. 11, 3), ״ בדיך מהים יחרישוDein Geschwätz macht kleine Leute schweigen". החשה, ebenfalls schweigenund ״zum Schweigen bringen, stillen" (Spr. 12,25) דאגה בלב איש ישהנה. Ewald und sämmtliche Ausleger übersetzt es ungrammatisch, ״drückt es (nämlich das Herz) nieder". Aber dann müßte ישחנוי stehen. Das Pronomen Femin. in beiden Vershälften bezieht sich offenbar auf ראגה und nicht auf לב. Man muß also ישהגה transponireu in ״ .יחשנהFurcht im Herzen des Menschen, so soll er sie stillen und mit einem guten Worte erfreuen". החשה kommt noch transponirt vor Kohälet 12, 4 וישחו כל בגוו! השיר, zu lesen ״ : ויחשוes schweigen". Es liegt in der Natur der Sprache, wenn sie das Bedürfuiß fühlt, sich auszudehnen, neue Begriffe oder Begriffnüancen zu schaffen, daß sie die vorhandenen Mittel benutzt und dadurch weitere Dimensionen anbahnt. Wenn das Bedürfniß vorliegt, von einem bereits anderweitig vielfach gebrauchten Verbum eine neue Bedeutung, eine causative Bedeutung zu geben, so wird die Hipbil-Form anqewendet, und es ist ganz gleichgültig zu untersuchen, ob es eine Neubildung vom Stamme aus ist, oder ob die gangbare Form eine andere Nuance erhält. Nehmen wir das Verb. חוה oder חוי, welches die Lexicographen nicht entwickelungsgemäß behandelt haben. Es ist jedenfalls ein Denominativ von תו, mag dieses ursprünglich ein Kreuzeszeichen oder ein Zeichen im Allgemeinen bedeuten. Wegen seiner zwei schwachen Schlußconsonanten muß es wie שהה oder שחו — שהי eine unregelmäßige Formation haben. Die Form ויחו I. Sam. 21, 14 ist entschieden Kal statt וירו von ויחוה, natürlich unregelmäßig wie וישתחו, eigentlich משתהו. Eine andere Frankel, Monatsschrift. XX. r, 6