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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1871-01-01 · Heft 2 · p. Seite 67

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
20 (1871)
Issue
Heft 2
Article
Einiges über Ursprung und Bedeutung des Traktates Edojoth
Date
1871-01-01
Page
Seite 67 (sequence 9)
Language
German
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Einiges über Ursprung und Bedeutung des Traktates Edojoth. 67 tat Edojoth ist demnach ein Monument, dessen eine Seite in knrzen Zügen die Umstände der Synode vergegenwärtigt und auf dessen anderer Seite in fragmentarischen Abbildungen die Umrisse der ersten Versuche einer Mischnahordnung gezeichnet sind. Betrachten wir nun von diesem Gesichtspunkte aus einzelne Partien unseres Traktates. Bei einer ruhigen Prüfung schwinden nicht nur die von Rapoport berührten Schwierigkeiten (a. a. O.), sondern man entdeckt auch leicht gar manche Stelle, die schätzbare historisch-kritische Ausbeute verspricht. Es liegt nicht in unserer Absicht, hier auf sämmtliche Stellen-dieser Art einzugehen; die Gelegenheit, diese zu verwerthen, wird sich uns wohl anderswo darbieten. Hier sollen nur die vielfach besprochenen Stellen behandelt werden, weil hierdurch einige oben ohne näheren Nachweis aufgestellte Behauptungen ihre Begründung finden dürsten. Wie allgemein bekannt und im Eingänge besprochen, verdankt unser Traktat es ausschließlich den Jnterpretationsschwierigkeiten, die Cap. 1, Mischnah 5 und 6 bieten> daß die Aufmerksamkeit der Kritik auf ihn gelenkt wurde. Man weiß auch, welchen Aufwand von ' Scharfsinn und Kombinationskraft diese Mischnajoth verursacht haben. Weniger bekannt hingegen dürfte es sein, daß diese Anstrengungen kein allgemein befriedige'ndes׳ Resultat erzielt haben. Und dieses ist in der That der Fall; denn wie hätte sonst Frankel erst vor kurzer Zeit sich bemüssigt sehen können, auf diesen Punkt wiederum zurückzukommen (Frankens Monatsschr. XVH, p. 182 ff.). Und was bei diesen etwas ermüdenden, endlosen Lösnngsversuchen am meisten befremdet, ist die an Nichtbeachtung gränzende Flüchtigkeit, womit man Mischnah 4 daselbst behandelt hat. Diese ist ja, unseres Erachtens, bedeutend schwieriger als die folgenden, oben erwähnten zwei Mischnajoth. Wenn, wie allgemein angenomnren wird, in Wirklichkeit auch der Differenzpunkt der dritten Mischnah auf der Synode behandelt, bzw. in Folge des von den גח־יים ebenfalls zur selben Zeit abgelegten Zeugnisses gegen die Ansichten Schammai's und Hillel'S zum Abschluß gebracht worden: so ist die vierte Mischnah, die eine an die dritte angeknüpfte Bemerkung enthält, in mehr als einer Beziehung unbegreiflich. Wir wollen davon abfehen, daß dieselbe Bemerkung, wenn richtig, an jede andere beliebige Mischnah, die eine 5*

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