Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 20 (1871)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die beiden Ben-Ascher und die Masora
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 5)
- Language
- German
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Die beiden Ben-Ascher und die Masora. 53 für Jerusalem angefertigt morden. Der Eigenthümer bestimmte, daß der Codex für immer in der heiligen Stadt verbleibe; daß daraus nur an drei Feiertagen öffentlich vorgelesen und den Rabbaniten nur übergeben werden sollte, um ihre heiligen Schriften nach diesem Muster zu corrigiren, ferner, daß die beiden fürstlichen Brüder Josia und Jechiskija darüber wachen sollten. Der Bestimmung des Eigenthümers entgegen finden wir den Codex in Kairo. Wie ist er dahin gekommen? Auf der ersten Seite ist der Grund angegeben in einigen arabischen Wörtern, welche uns eine ganze Geschichte erzählen (bei Sapir p. 12 b; 17b): א נתקל כחכם אלאפחכאק מן נהב ירושלם עיר הקרש תבנה ותכונן לקהל מצרים לכניסת ירושלם תכנה ותכונן בחיי ישראל כרוך ״ .שומרו. . וארור מוכרו וכוי.Er wurde transportirt mit der Erl a u bniß der Fürsten von der Erbeutnng Jerusalems nach der Gemeinde von Misr (Kairo) für die Synagoge Jerufalems (der Jerusalmer)" rc. Die Fürsten,(אפתכאק), von denen hier die Rede ist, find entschiede», dieselben, denen der Eigenthümer (Israel aus Bassora) des Codex die Hut anvertraut hat, d. h. die karelischen Nachkommen Anans Josia und I e ch i skija. Mit ihrer Erlaubniß winde diese Bibel von Jerusalem nach Kairo gebracht, obwohl der Eigenthümer sie für Jerusalem geiveiht hat. Wie konnten sie diese Erlaubniß geben, die Profanation gestatten? ״ מן נהב ירושלםvor der Erbeutung Jerusalems". Der Codex wäre in Jerusalem der Zerstörung ausgesetzt gewesen, darum gestatten ״die Fürsten", ihn nach Kairo und zwar für die jerusalemische Gemeinde daselbst zu bringen. Diese Gefahr schwebte über den Codex nicht lange, nachdem er angefertigt war. Denn die beiden ״Fürsten", denen er anvertraut war, lebten noch und, wie es scheint, auch der Eigenthümer I sr a e l aus Bassora. Darauf deuten wohl die Worte תכנה ותכונן כהיי ישראל• Da die beiden Fürsten Josia und I echiskija nicht später als Ende des zehnten oder Anfang des eilften Jahrhunderts gelebt haben können (vergl. oben S. 7),