Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 565 (sequence 8)
- Language
- German
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zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer. 565 es für ein kaum nachweisbares hybrides Wort: noXepto — notarius, Armeeschreiber, סופר ממונה על אנשי הצבא. Ich denke an irumentariusj frumentator, ursprünglich Fourier, Proviantmeister, später nahm das Wort eine allgemeinere Bedeutnng an: die frumentarii waren die politischen Agenten, agentes rerum, die von den Kaisern in die Provinzen gesandt wurden all explorandum annuntiandumque qui forte in provinciis motus existerent. (pQOVjuevräococ, milites, qui ad investigandos reos et ad colligendos rumores per provincias mittebantur (DC.). Sie werden neben den in der Midraschliteratur gleichfalls vertretenen Ouriosi genannt, siehe Sachs Beitr. I, 10; Renan Paulus deutsche Hebers. 446, 451. Auch prometator, Fonrier gießt einen guten Sinn. ממסר, metator kommt öfter im Midrasch vor. Wenn man sieh zu der leichten Emendation פ לסנט ר statt פלמנטר entschließt, so kann das Wort passend mit dem in byzantinischen Kreisen vielgebrauchten Amtsnamen protonotarius zusammengestellt werden. נ ו ט י ר י ן , notarii werden irrt babylonischen Talmud Sota 35 b genannt. Syrisch פלמונדא oder פירמונרא (Cast. M. 709 und 729) aedituus, servus ecclesiae. Die Zusammenstellung mit ■voqaZoc, fra-minore, Minorit hat schon Michaelis abgewiesen. Er vermuthete פירמא thuribulum in bent Worte. Es ist aber paramonarius . n a q a tu ov u q l o g oder nqog^ioväqiog, marisionarius, custos ecclesiae. Der rnansionarius war nach Duc. gl. lat. custos et conservator aedis sacrae, aedituus, ostiarius. Nach Michaelis werden פירמונרא und קונכלא promiscue gebraucht (vgl. p. 811: קונכיא aedituus, oeconomus ecclesiae, forte canonicus). Nach Duc. gl. graec. 1111 i\t mxqafxoväqcog auch eine häufig vorkommende Beziehung des concellaneus, Syncellus, Zellengenossen in den Klöstern. ק ה ר מ נ א Erubin 59 a und B. Bath. 46 b nach der Leseart des Aruch, in den Editionen הרמנא. Erubin 59 ist קהרמנא Bezeichnung des Exilarchen. Aruch glossirt: שלט^ ,אפי^רופא. Sachs Beitr. II, 167 und 68 macht den verfehlten Versuch, die קהרמני zu den B. Kama 21a genannten ק ר מ נ א י , Kar am aniern zu machen (wo übrigens eine Variante bei Raschi קדמונאי die früheren liest) und trübt sich dadurch das Verständniß der Stelle in Erubin. Das Wort stimmt genau zu pers. Kahrman,