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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 12 · p. Seite 561

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 12
Article
Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
Date
1870-01-01
Page
Seite 561 (sequence 4)
Language
German
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zur Kunde der rabbinischen Sprache und Merthüiner. 561 alterthümer (a. a. O. II, 44) schreibt : Es scheint, daß man auch an Grenzgraben wilde Kräuter, die mit breiten Blättern wucherten, unterhielt, woraus ich den ahd. Namen reinefano tanacetum erkläre, gleichsam webte die Pflanze ein Tuch an der Stelle und hieß Grenzfahne, Grenztuch . . . ^pulojus de lierbis 114 erwähnt cannabis agrestis quam Itali terminalem appellitant, Dioscorides 3, 156 xävvaßig äyo(a ‘Pwimtoi TEQ/uvitAig". Vgl. auch Bernstein lex. linguae Syr. 33 אגריאקאניאביס. Auch Papianus rennt ״terminales arbores, quae ünes dirimunt" (Duo. gl. med. lat. arbor). Eine Pflanze als Grenzscheide kennt schon der Talmud, jene ח צ ו ב א , nach den Commentatoren edera Epheu, die sich mit ihren Wurzeln ganz senkrecht in den Boden vertieft und sich deßhalb zur genauen Grenzbestimmung eignet und nach der Sage auch von Josua bei der Vertheilung des Landes Kanaan benutzt wurde. B. Bathra 56 a: מאי הצובא א״ר יהודה אמר רב שבו תיחם יהושע לישראל את הארץ und Beza 25b:הצובא מקטע רגליהון ררשיעי und Raschi z. St. Daraus ist vielleicht der Name iVvzjjocov für Epheu (von idvc, grade) zu erklären, siehe vuo. gl. graec. sv. — Nach B. Mezia 103 b dienten zur Abgrenzung der Felder: ein Graben mit einer dreifachen Aufschüttung oder Schicht von Lehm oder dergleichen: die erste Schicht hieß ב וברא die erstgeborene oder nach R. Chananel בי בריא wie ein Graben oder בי בריא ein kleiner Graben, die zweite: ט2תא die vermehrte, vergrößerte von טפי nach -der Leseart der Editionen und der Erklärung Raschi's, nach Aruch ט פ ם א die abgetretene, eingedrückte und die dritte א רב בתא die über den andern reitende, oberste, ferner nach der Leseart des R. Chananel: קני ר ה ר ו א von הרו aufreihen, מחרוזות דגים Fischernetze, netzartiges Flechtwerk oder קני ר ה י ז ר א Pfähle, an denen sich eine lebendige Hecke emporrankte. Vgl. die ausführliche Erklärung des R. Chananel in Schitta meknbb. B. Mezia z. St. (Scholien zum Talnrud gesammelt von Bezalel Aschkenasi), Raschi z. St., Aruch ארבבתא und Buxtorf 306 und 907. — Bei dieser Gelegenheit sei noch auf den in rabbinischen Schriften erwähnten und bisher übersehenen alten Rechtsgebrauch des Handschuhes hingewiesen. Vgl. bei Daeange sv. chiroteca aus einer Urkunde vom Jahre 1088: . . . ״eum oliiroteea sicut mos est liberis Saxonibus tradidit . .. adcrat comes Fr »nlel, M-natSschrlft. XIX. 12. 36

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