Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 503 (sequence 11)
- Language
- German
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zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer. 503 אר) ist jedenfalls Artikel und קפתא wahrscheinlich persischen llrsprunges, etwa Eopbta oder Kapbta". Der auf palmyrenischen Inschriften vorkonnnende und in der griechischen Beischrift durch d oyanETiqq wiedergegebene Würdename ארגבטא wird von M. A. Levy (Ztschr. der DMG. XVIII, 89—90) mit Recht mit unserem Worte identificirt. Die Form ארגבטא führt auf den richtigen Ursprung. Schon Barthelemy a. a. O. verweist auf das persische Arzabades und ich füge jetzt noch aus Payne- Smith hinzuאדובד ׳ nomen dig־nitatis apud Persas, ounuchus cujus dignitatis titulus fuit Arzabades. Act. Mart. I, 24 Vertit Ass. cubiculiregii custos: sed Sozomenus et Epiphanius Scholasticus praepositum domus regiae eum vocant. Denique ארובד minister. . . . Credo vocem Persicam esse ex arz dignitas, gradus honoris et bud quae in fine compositorum possessorem significat, unde arzbud d i g n itäte praeditus. Von dem Vorhandensein des Wortes im Palmyrenischen und Rabbinischen weiß Payne-Smith Nichts. Seine Etymologie halte ich für vollkommen zutreffend. Z und g wechseln in den Dialekten, np. arz ist huzv. arg, vgl. zänu — genu. Die ursprünglichste Form ist demnach 0» ,אחדבוזא/anerge״ woraus אלק־פטא ,ארק־פסא ,ארק־בתא, syr. ארן־כד entstanden ist. Der Bildungssylbe בתא ,פתא, syr. בד, — paiti, Np. bud werden wir noch in גורפתין, syr. איופטא u. A. begegnen. Der mit ארקפתא zusammengenannte ר ו פ י ל א wird von Mus. für r u f u 1 u s, den vom Feldherrn ernannten tribunus militum erklärt, aber die Zusammenstellung mit ארקפתא läßt auf persischeu Ursprung schließen. Vielleicht ist es eine Wortbildung mit pers. ruy Gesicht (rabb. ריוא), etwa wie ראי פני המלך היושבים ראשונה במלכות (Esther 1, 14, vgl. 2. Reg. 25, 19), ein der Person des Königs attachirter, stets in der Umgebung, vor dem Antlitze des Königs lebender hochgestellter Beamter, ein Adjutant des Königs*). ') Eine ähnliche Anschauung liegt der Stelle Succa 45b zu Grunde, wo ein Unterschied gemacht wird zwischen den weisen und frommen Mannern, die zu jeder Zeit, ohne einer besonderen Erlaubniß zu bedürfen, zur Audienz bei Gott zugelasten werden: יעיילי בלא בד, (wo בר — pers. bar Er-