Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 465 (sequence 9)
- Language
- German
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zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer. 465 (v i 9) zusammengefaßt, eine Anzahl von Clanen wieder in eine Genossenschaft (z a n t u), die Genossenschaften in die Gegend (daqya oder daghu). Als höchster Begriff erscheint auch noch daghu9־a<jti als über der daghu stehend". Einige dieser Ausdrücke sind auch im Rabbinischen eingebürgert, ohne daß man ihren Ursprung bisher erkannt hätte : ן ן , syr.ון Art, Gattung, Geschlecht inr Targum und Talmud, sogar schon 11. Chron. 16, 14 und nach manchen Auslegern auch Psalm 144, 13, wo es jedoch die alten Uebersetzer LXX, Pesch, und Targum nicht in diesem Sinne fassen. Ueber die Etymologie des Wortes gehen die Ansichten sehr auseinander. Es ist an ar. ודן Gewicht, Maß (Bernstein), an זנה wie genas von gen (Fürst) gedacht worden. Ich halte es für ein altes Lehnwort, das oben genannte zantu, huzv. und parsi z a n d. רוך, syr. ר וכת א ,רוך locus, vicus, pagus, urbs soll nach Bernstein do%elov, 66%q, 06x1], nach Fleischer bei Levy sv. von der Wurzel רך abplatten, fest stoßen herzuleiten sein. Mir erscheint es fast zweifellos, daß רוך aus d a q y u , Keilinschriften daijus (Zeitschrift der DMG. XXIV, 20), parsi dalli, np. dill oder dik wie das bereits oben besprochene syr. אספוכא אספוך)) aus sipäh gebildet ist. Das pers. ll am Schlüsse geht im Rabbinischen gewöhnlich in ך oder ק über. Die Ursprungliche Bedeutung pagus, vicus ist wie bei מקום allmälig in die allgemeinere: Ort übergegangen. Dill ist in der Forin dikllän, daqyuma auch in's Arabische gedrungen. Ob רכסוסיא, das der Talmud mit Stadtreiter, Stadtcourier glossirt, hierher gehört — dagkuyayti soll weiter unten bei den Würdenamen besprachen werden. Es dürfte der Untersuchung werth sein, ob sich bibl. מק und nmäna berühren. B. Bach. 91a lautet ein Sprüchwort: עד דלא שכיב שכבא קיימא מ נ ו ב י ת י ה, nach Raschi: kaum ist Jemand gestorben, tritt schon sein Hausverwalter (;מני ביתיר) an seinen Platz. Aruch liest מנוביתא in Einem Worte und giebt zwei Erklärungen: die erste stimmt mit der Raschi's zusammen: Hausverwalterin, המזומנת לביתו; die zweite lautet: kaum ist Franlel, MonatSIchrist. XIX. 10. 30