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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 10 · p. Seite 454

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 10
Article
Die zweite Übersetzung des Saadiahnischen Buches "Emunoth wedeoth" angeblich von Berechjah hanakdan
Date
1870-01-01
Page
Seite 454 (sequence 6)
Language
German
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454 Die zweite Uebersetzung des Saadiahnischen Buches ואני :[ואני משביע באלוהים 21׳ (4 .Zusammenhangs [Tibbon (S מפגיע בחכמים ביוצר הכל וגוזרגי עליהם בשמו הגדול ושואל מהם ומן התלמידים, שאם ימצאו דופי או גנאי או טעות או.שגגה בספר הזה שיתקנום כראוי וייפום כפי חכמתם וידינוני לכף זכות ויכריעוני לכף צדק ויעבירו בעין יפה וברב חסר על שנגתי ואל ימנעו עצמם מלייפות הגגאות ומלתקן הספקות שבו, ולא יאמרו כי וה הספר [אין איש] חייב לתקן אשר עוותו ולבאר טעותו ולצחצח עוותו, אבל יאמרו כי זה הספר הוא ספר יחוד ה׳ .וראוי ו ר א 1 י על כל החכמים לחוק היחוד ולאמץ היושר ולהאמת הצדק וכי Nach solchen Indizien, welche fast jede Furcht vor einen: möglichen Dementi zurückdrängen, darf wohl getrost entschieden werden, daß unser Uebersetzer und der Sänger des שיר היהור eine und dieselbe Person vorstelle. Will man sich hierzu nicht entschließen, so bleibt nur die Wahl zwischen folgenden, gewiß sehr kläglichen Detour's, entweder daß hier ein. seltsamer Zufall sein neckisches Spiel in ganz merkwürdiger Weise getrieben hat, oder daß Jemand unserem Uebersetzer die Manier sorgfältig'abgelauscht hat, der dabei seine ganze weitschichtige Uebersetzung im Kopfe herumgetragen oder, da das Letztere gar zu ungeheuerlich klingt, bei der Abfassung des Gedichtes unablässig in dieser Paraphrase geblättert hat. Man entscheide nach der größeren Wahrscheinlichkeit! Wer aber ist der Verfasser dieser beiden Werke? Wir können jetzt hierauf nur mit einem negativen Resultat antworten. Berechjah ben Natronai, dem die Autorschaft unserer Uebersetzung allgemein zu g es ch rieb en wird, war sicherlich weder derVersasser der Uebersetzung, noch auch der Sänger des ״Liedes von der Einheit". Die Hypothese, nach welcher unsere Uebersetzung dem Fabeldichter zuerkannt wird, hat uns mit ihren Spuren schließlich zu de Rossi geführt; wenn man aber bedenkt, wie oft selbst ersahrenen jüdischen Gelehrten bei Aufschlüssen über Manuscripte ein Quiproquo in die Hand läuft, und wie schwer es ist, das Richtige aus so sprödem Stein zu schneiden, so wird das Urtheil eines nicht-jüdischen Gelehrter: nicht eben schwer in's Gewicht fallen. Die oberflächlichste Vergleichung der ״Fuchsfabeln" und unserer Uebersetzung legt gegen eine solche Muthmaßung den entschiedensten Protest ein. Styl und Schreibweise von Berechjah zeigen die gerade entgegengesetzte Physiognomie von der, welche uns in

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