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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 9 · p. Seite 426

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 9
Article
Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
Date
1870-01-01
Page
Seite 426 (sequence 12)
Language
German
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426 Etymologische Studien Beziehung desselben zu dem Tetragrammaton unbekannt blieb. Herzfeld und Löw, der eine eigene Abhandlung über die Ausspräche des vierbuchstabigen Namens geschrieben hat und auch die Notiz aus Hieronymus kennt (Ben Chan. 1867, Forsch. Nr. 10 S. 158) ist unser אפופי gänzlich entgangen (f. Mtssch. 1870,234).— ג פ א ד ר ו מ אי nach der Leseart des Aruch in Menach. 44 » (in den Edit. ONO גפה של) und Pesachim 87b (fehlt in neueren Editionen). Aruch und Raschi erklären גפא für den Namen einer heidnischen Gottheit, der beim Schwure angernfen wird. Levy!, 151» übersetzt: ״Beim Altar Rom's (sei es geschworen)!" Hat aber גפא die Bedeutung von Altar? Nach Sachs Beitr. I, 108—109 soll גפא דרומאי überhaupt keine Schwurformel sein, ״sondern die in der späteren Höflichkeitssprache der Griechen eingeführte Umschreibung: ף ay&TT/q vß&v ähnlich nnserm veralteten: euere Liebden. . . . So ist wohl bei der herrschenden Unterwürfigkeit unter alles Römische die Formel: euere römische Liebden entstanden und blieb, auch ohne eine besondere Höflichkeit ausdrücken zu sollen, eine häufig in die Rede eingeschobene Wendung". Das Gesuchte dieser Erklärung springt in die Augen, zumal es keinem Zweifel unterliegen kann, daß גפא ררומאי eine Schwurformet ist, denn in Menach. 44» steht der Schwurformel גפא ררומא, deren sich die heidnische Hetäre bedient, die bekannte jüdische Schwurformel העמדה! gegenüber. Nach Musafia ist גפא — Jovis, Diiovis, Jupiter, Zeug ogxiog, da aber Jovis und Jahve (יהוה) zusammenklingen, so transcribirten die Rabbinen, um den Gleichklang zu verwischen, das Wort dergestalt, daß sie statt des j und v in Jovis die verwandten ג und פ setzten. Dieser Erklärung neigt auch de Lara zu. So sonderbar dieselbe scheinen mag, darf doch nicht vergessen werden, daß grade mit den Gottesnanren allerlei Umschreibungen und sonstige Experimente und Spielereien, vorgenommen wurden. So heißt eine Umschreibung des vierbuchstabigen Gottesnamens יופי (Mischna Synhedr. 56 ») nach Raschi angeblich aus dem Grunde, weil יופי und □ א ל ה י denselben Zahlenwerth: 86 oder nach Aruch 4 כן, weil יוי in יופי und das Tetragrammaton יהוה denselben Zahlenwerth: 26 repräsentiren. Der Gottesname □מקו (Zahlenwerth 186) soll dem Tetragrammaton in der zweiten Potenz (IO2 •+■ 5a 6* •+186 — 52 ־) oder dem Anfangsbuchstaben des Wortes

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