Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 421 (sequence 7)
- Language
- German
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zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer. 421 lich, daß wir in אף ברי eine Zusammensetzung mit apa, ab und zend: vär, airvivvar, Np. bäridan regnen vor uns haben (vgl. Hech. VHI, 106, dagegen ist die auf S. 7 vorgetragene Ableitung unhaltbar). Ap-pati Wasserherr ist Beiname des Wassergottes Varuna (Pott 11^, 1020). Doch könnte auch zend: awra, huzv. אפר, Np. abar Wolke in Betracht kommen. — In Apaosha, Name des vaöva, der den Regen bringenden Tistrya 1j oder Syrius in seinem Werke stört (Justi Zendspr. 23; Spiegel Av. I, 273; III, XL1X) steckt natürlich ebenfalls apa Wasser, nichts desto weniger bringt Schorr (Hech. VII, Id) den Namen, den er durch שונא המים ומסריחם übersetzt, allen Ernstes mit ע פ וש in Verbindung! a) — Der Genius des Regens heißt im Talmud auch רריא, nach Kohut jüd. Angelol. 43 ff. identisch mit Ardvi-cura. Ich würde es vorziehen, de>r Namen auf die Wurzel rudb fließen, raodbaja bewässert (Justi Zendsprache 251) zurückzuführen. מלים die fließenden (Sprüche 5, 15) übersetzen Syrer und Targum: ר ו־ י א. Auch אריתא Fluß ist nicht mit Levy zu geTVgov, eher zu raodha p. röd zu stellen. Lebrecht (Hamaskir 1869, 117) halt es für eine Abkürzung von או־יתא). — Eine sonderbare Erzählung über den Kampf ziveier Quellgeister siehe im Midr. zu Psalm 20. In ähnlicher Weise lassen sich einige andere im Talmud oder in späteren liturgischen Stücken vorkommenden Engels- und ') Woher der Monatsname תשרי Benfey Monatsnamen 55, die Er- Hütung Boettictiors rudimenta ctc. p. 7 als Anfangsmonat ist unhaltbar, befindet sich übrigens schon im Midrasch. ר Zu welchen Absonderlichkeiten cs führen kann, wenn mau sich bloß durch den äußeren Gleichklang zweier Wörter leiten läßt, will ich noch an einem anderen Beispiele Schorr's beweisen. Schorr will nämlich in dem Sähe: והמלך אסא השמיע את כל יהודה אין נקי מאי אין נקי »פילו חתן מחדרו וכלה סחפתו (Sota 10), der nicht die geringste Schwierigkeit bietet, in dem gut hebräischen נקי durchaus eine Anspielung auf das pers. arab. Nekah Ehe finden. Aber abgesehen von der abweichenden Schreibung der beiden Wörter, paßt naltäcii, נכאח am allerwenigsten zu נקי rein, da es ursprünglich die unsaubere Bedeutung: porkoratio hymenis hat und davon erst die Bedeutung Ehe angenommen hat. Siehe meine Bemerkung in Frankel'S Monatsschr. IX, 340.