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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 9 · p. Seite 408

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 9
Article
Die zweite Übersetzung des Saadiahnischen Buches "Emunoth wedeoth" angeblich von Berechjah hanakdan
Date
1870-01-01
Page
Seite 408 (sequence 8)
Language
German
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408 Die zweite Uebersehung des Saadiahnischen Buches daß diese Verschiedenheit der Merkmale keine Verschiedenheit im Wesen der Gottheit darstelle und überhaupt nur scheinbar lei. Hierauf kommt die Unvergleichlichkeit Gottes an die Reihe und diese wird mit der Bemerkung eingeleitet, daß keine Bezeichnung einer Wesenheit oder Eigenschaft (תאר לעצם ומקרה) bei Gott zutrifft, und daß jeder Ausdruck — er sei sonst üblich oder finde sich in der heiligen Schrift — von der Vernunft korrigirt werden müsse, sobald er ein sinnliches Moment an Gott heranträgt. Um dies summarisch nachzuweisen, werden die zehn Kategorien herangezogen, unter welche alle Dinge und Zustände ohne Unterschied subsummirt werden können. Bei der neunt e n Kategorie, der des Wirkens, angelangt beseitigt Saadiah die Schwierigkeit, daß durch den Begriff des Wirkens, wenn er von Gott ausgesagt wird, zugleich der körperliche Zustand der Veränderung in Gott gesetzt wird, auf folgende Weise. Gott bleibt, während er wirkt.und nachdem er gewirkt hat, stets in demselben unwandelbaren Zustande; jedoch das Geschöpf empsindet eine Verändemng, indem es zuerst eine Einwirkung erfahren und hernach diese Einwirkung verloren hat. Nur vom Standpunkte des Geschöpfes kann Gott als ״wirkend" bezeichnet werden und nur vom einseitigen Standpunkte des Geschöpfes aus können Bezeichnungen Gottes von ganz entgegengesetzter Art und Thätigkeit gerechtfertigt werden. Eigenschaftswörter, als Bezeichnungen für Gott, lassen daher, weil von Thätigkeiten hergeleitet, einen Gegensatz zu (wie z. B. barinherzig und eifervoll), verlegen aber den Schauplatz für ihre Bedeutung völlig in die Sphäre der Kreatur. ״Und dies ist der Unterschied zwischen den Bezeichnungen, welche Eigennamen sind — so müssen jene oben angeführten Worte verstanden werden — ״und den Bezeichnungen, welche als Eigenschaftswörter von Thätigkeiten hergeholt sind, wie dies bei der Interpretation des Exodus ausgeführt worden ist."Z Die hierzu genau kongruente Parallel- '1 Auch die Aenßcrung gegen den Schluß des fünften Buches muß ebenso verstanden werden (!מאמר זכיור־! ורוובור־ S. 114) והוא שהרחטיבם הנזכרים לבורא יתברך ויתעלה מפני שאי אפשר וכו׳. Wir geben auch hierzu die Parallelstelle der handschriftlichen Uebersetzung, welche dieser Auffassung entspricht: מפני שרוב חסדיו ועוצם רחמיו, ביק שאי אפשר להיותם

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