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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 9 · p. Seite 407

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 9
Article
Die zweite Übersetzung des Saadiahnischen Buches "Emunoth wedeoth" angeblich von Berechjah hanakdan
Date
1870-01-01
Page
Seite 407 (sequence 7)
Language
German
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»Emunoth wedeotli*, angeblich von Bereclijah hanakdan. 407 Wicklung des Gottesbegriffs keine Zurücksetzung duldet, hat besonders seine dilemmatischen Schlingen überall hin ausgeworfen und namentlich auf zwei Seiten von der Spekulation ernstliche Rechenschaft gefordert. Erstens ist es die Mehrheit der Attribute, durch welche die Einfachheit des Wesens in Frage gestellt wird; ist die Einfachheit auf dieser Seite restituirt, so erscheint sie zweitens durch den Dualismus gefährdet, welcher in dem Begriffe eines Attributs, das einer Wesenheit zugehört, also nicht als diese Wesenheit selbst gedacht wird, seine bedenklichen Spitzen zeigt. Von diesen beiden Problemen hat Saadiah nur das erstere in ausführliche Erörterung gezogen. Dagegen ist er dem zweiten, wiewol oder vielmehr grade weil es einen tieferen spekulativen Gehalt in sich birgt, fremd geblieben; ja er scheint sogar — worin natürlich nur Unverstand Grund zu einem Vorwurf für be« Initiator der religionsphilosophischen Doktrin finden könnte ׳— er scheint sogar nicht einmal den Ausgangspunkt jenes Problems genau erkannt zu haben. Dieser Ausgangspunkt, welcher zugleich von dem einen Problem zuni andern überleitet, besteht in der begrifflichen Entwicklung der Attribute, woraus die Distinktion zwischen wesentlichen und abgeleiteten l) Attributen entspringt. Saadiah unterscheidet also nicht zwischen wesentlichen und abgeleiteten Attributen. Gleichwol scheint er an einer Stelle in zweiten Buche מאמר האחרות einen solchen Unterschied anzugeben (S. 66): וכל אשר בא מאילו השמות ענינם שב אל הברואים, וזה הוא ההפרש בין שמות העצם ושמות הפעלים, וכאשר בארנו בפרוש ואלה שמות. Aber schon der Umstand, daß ein solcher Kardülalpunkt in den Hintergrund gestellt und so nebenher erledigt wird, muß zum Mißtrauen bestimmen und hier eine andere Auslegung vermuthen lassen. Wir wollen hierzu den Gedankengang Saadiah's an dem betreffenden Ort kurz skizziren. Saadiah setzt zuerst auseinander, daß Gott einzig, lebendig, allmächtig, allweise ist und daß nichts Geschaffenes ihm gleiche; alsdann erklärt und beweist er die Einheit, das Leben, die Macht, die Weisheit und erläutert, מרות עצמיות (י und מדות פעליות; die letzter» sind mehr der Sache nach als dem Wortlaut gemäß hier übertragen.

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