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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 9 · p. Seite 388

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 9
Article
Beiträge zum Verständniß der Genealogien der Chronik
Date
1870-01-01
Page
Seite 388 (sequence 4)
Language
German
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388 Beiträge zum Verständnitz der Genealogien der Chronik. hender bezeichnet werden, denn der König David hat später das israelitische Gebiet von den Philistern durch glückliche Schlachten gründlich gesäubert und das gestörte Besitzverhültniß wieder hergestellt. Wenn Kinrchi seine Ansicht, die einige neuere Exegeten adoptirt haben, dahin abgiebt, allerdings durch ein ״Vielleicht" (.אולי) abgeschwächt, daß die Notiz deswegen gegeben sei, ״weil dieser Ort ein Grenzort (nach Ephraim hin) war, sodaß man leichtHarüber in Zweifel sein konnte, zu welchem Stamme er zu rechnen sei, :vahrend es dem Erzähler gerade darauf angekommen sei, den Umstand hervorzuheben, daß die Mörder Benjaminitcn waren, so kann diese Erklärung nicht befriedigen, weil Beeroth keine nördliche Grenzstadt, wie Bethel, gewesen, sondern mehr siidlich nach Jerusalem hin gelegen war. Denn die Aufzählung der Städte des Stammes Benjamin geschieht von Osten nach Norden und Westen (Jes. 18, 21—28), und Beeroth ist in der zweiten westlichen Städtegruppe vermerkt. Diese Stadt kann sich daher blos süd-östlich von Jerusalem, nahe bei Gibeon und Rama (18, 25) befunden haben. Allerdings nach der Theilung des Reiches kann ein israelitischer König wohl auch einmal die Stadt Beeroth erobert und sie dem Reiche Israel periodisch einverleibt haben, aber selbst bei dieser Annahme bliebe dann diese Stadt nach wie vor eine Beujaminitische, wie nach 2. Ehr. 15, 8—9 und besonders 34, 6 Städte des Reiches Israel, die im Verlaufe der Zeiten von den Königen Juda's annectirt worden waren, als ״Städte erobert von Berge Ephraim", oder ״Städte von. Menasche und Ephraim" bezeichnet sind. Nächstdem kann gegen manche Erklärer behauptet werden, daß die Stadt Beeroth vor wie nach dem Exil bestanden und eine Benjaminitische Stadt gewesen sei. Denn von den Zurückkehrenden aus Babylon wendete sich, nach den Berichten Esra 2, 1 und Neh. 7, 6 ״Jeder nach seiner Stadt" (איש לעירו), und was anders waren Diejenigen, die in der Stadt Beeroth sich ansässig:nachten (Esra 2, 25, Neh. 7, 29) als Benjaminiten, da sich die Männer aus de:n Stauune Juda

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