Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Beiträge zum Verständniß der Genealogien der Chronik
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 387 (sequence 3)
- Language
- German
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- Rashi 1× ep/1002670
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Beiträge zum Verständniß der Genealogien der Chronik. 387 derselben gekommen ist, so würde dieser Nachweis zum Schlüsse beweisen, daß ein Abi dieser Stadt in irgend einer Eigenschaft Besitz davon ergriffen hat. Gehen wir von einem Faktum aus. Die Mörder des Isch-Bosch et, Ba ana und Rekab, waren nach dem Berichte 2. Sam. 4, 2 Söhne des Nimmon, des Beerothiten, aus dem Stamme Benjamin. Dieser Vers schließt mit der auffälligen Bemerkung: ״Daß auch Beeroth zu dem Stamme Benjamin gerechnet wurde" (כי גם בארות חחשב על־בנימן), die» ohne allen Zusammenhang steht mit dem, was in V. 2 ׳berichtet ist. Denn unl zu coustatiren, daß Nimmon, obgleich in einem andern Orte ansässig, aus Beeroth gewesen, ist eben die erklärende Mittheilung V. 3 beigefügt: daß die Beerotheten nach Gittajim geflohen waren, wo sie für die Folge gewohnt haben. Wollte der Berichterstatter dainit andeuten, daß Rimmon Benjaminite gewesen (מבני בנימין), dann braucht er gar nicht diesen indirecten Beweis zu führen, da Gittajim nicht minder eine benjaminitische Stadt als Beeroth war, und obgleich sie im Städteverzeichniß dieses Stammes (Jos.K. 18) nicht vermerkt ist, so wissen wir doch aus Neh. (11, 31 und 33), daß Gittajim von Benjaminiteir bewohnt und außerdem zu den Besitzungerl dieses Stammes gerechnet rvurde; und das mußte auch dem Berichterstatter bekannt sein. Was hat er also mit seiner Notiz, daß auch Beeroth zn Benjamin gehörte, beabsichttgt? Diese Frage, die sich immer von Neuem aufdrängt, hat noch׳ keine befriedigende Beantwortung erhalten. Die bisherigen Erklärungen gewähren durchaus keine exegetische Befriedigung. Es ist auch kein Fortschritt darin bemerkbar, denn die Neueren gehen über die althergebrachte Ansicht nicht hinaus. Raschi z. B. nimmt an, daß die geschichtliche Notiz deswegen beigefügt ist, um auf die Zeit hinzuweisen, in ivelcher nach der Schlacht ans Gilboa die Israeliten aus ihren Städter!, so׳ auch die Benjaminiten aus Beeroth vor den Philistern geflohen sind und diese sich in dieser Stadt ebenfalls festgesetzt haben und darin verblieben sind. Allein dieser Zustand kann blos als sin vorüberge- 2s*