Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 379 (sequence 5)
- Language
- German
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zur Kunde der rabbinischeu Sprache und Mterthümer. 379 der Wunden u. s. w. bedient. עביר מילת א ist im Talmud (Taan 21b, Sabb. 121) der terminus lecbmcus für: er hat sich zur Ader gelassen, wörtlich: er hat die Lanzette angewandt. Bnxtorf führt מילתא auf מילה Beschneidung zurück und sagt, daß die Talmndisten מילה anch in dein Sinne von Aderlässen gebrauchen! Attch ün Griechischen ist /-nj/aj ein chirurgisches Instrmnent, um Wunden und Schäden zu untersuchen, Catheter, Son.de. Es ist schwer zu entscheiden, ab, wie Larsow de dialect. syr. reliq. 22 behanptet, מיל mtä bent Griechischen herübergenomuien ist oder ningekehrt. Von dem talntndischen מילתא weiß Larsow Nichts. Mit mit zttsamuiengesetzt ist syr. אספת מלא, ana'Jo- Sieben /np.t] kennt das Spätgricchische auch die Form 1Uh] — Siehe Duc. gl. gr. append. Spätlat. exmellare. — Andere im Talmud gebräuchliche Ausdrücke für Aderlässen sind: הקזה, הקיו רס nachLuzzatto von syr. ^verivunden, stechen,גקורה נוקדא —, Punkt also Punktiren, Einstechen der Ader, wie punger la vena (הפלאה שבערכין ed. Noseickranz 119), richtiger von syr. קר, ar. קו, hebr. קפץ springen: das Blut springen lasse». מקפץ על הגבעות (Cant. Cant. 2, 8) übersetzt der Syrer: מקיז על רמחא. Damit hängt auch der פרוש ק יו אי, der springende Pharisäer des Talmuds, (jer. Berach. 9, 9; Sota 5, 4) ein Vorbild der Springprozessionisten unserer Zeit zusaimnen. מסובר ,סבר (Pes. 112a, Jeb. 72a, Ned. 54b, Ab. S. 29 b, jer. Sabb. III, 4). In den Talmudedit. steht meistens מסובר ,סבר, die richtige Leseart bringt Aruch 4 סבר. Auch im Arabischen bedeutet סבר die Wunde sondiren, מסבר ,מסבאר ,סבאר die Sonde, Lanzette — מיל. Durch den Wechsel von ב und מ ist סבר — hebr. סמר stechen und מסבר identisch mit מסמר הגרע, der Lanzette des Barbiers, Mischna Kelim XII, 4, wo Maimonides!סכין ההקור glossirt. ״Ceber id est cufa quae dicitur ventosa“ (franz. ventouse) [Glossae Mss. ad Alexandrum Jatrosoph. bei Duc. gl. med. lat. sv. cufa 2 und venlosa]. Wunderbar (talnrud. Medicin III, 64. Note) und Stein talmud. Termntologie haben סבר etymologisch verkannt, siehe meine Bemerkung in Graetz SNonatsschr. XVIII, 476. — כוסליתא Schröpfntesser, ריבדא דכוסליתא, nach Musafia: der Einschnitt ((jaßöo;, Stich?) des Schröpfmessers (Kethub. 39 b lesen Llruch und Naschi statt