Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 322 (sequence 13)
- Language
- German
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322 Etymologische Studien ח י צ ו נ י ת., ב ר י י ת.א , vgl. עדיין בן וומא מבחוץ; פוק תני לברא; Chagiga 15 a und Graetz Gesch.. der Juden V, 150, Note*). Die ת ר בי צא י stehen mit den Derwischen, den Ebroniten des Islam. (Sprenger Moham. I, 262) — den Byzantiuern heißen sie tsqßtjcrcSe g (siehe Ducange sv.) — abgesehen von der bei beiden Massen herrschenden Armuth ׳—. etymologisch wenigstens im Zusammenhang. In Beiden ist dar enthalten. Bekanntlich heißt Derwisch etymologisch: ein die Thüren suchender, siehe Vullers darwig und darwiz. Es entspricht also vollständig dem rabb. מ ח וי ר על חפת חי מ/syrisch einfach חדודא (ohne על חפתחים), Bettler, während פושט יד, ein ipr Taknud ebenfalls gebräuchlicher Ausdruck für Bettler an' mendicus ״die Hand, manum, weisend (demwv) und sie zum *) Hier ist auch zu besprechen das einige Mal im Talmud vorkommende (Kidd. 36 b, Menach. 71a und sonst siehe Aruch איל ר׳ אלעזר ליר :(8 דר יאשיה ד דר יה לא תיתב אכרעך עד ומפרשת לה להדא מילהא,. R. Eleasar sagte zu R.Josia -seinem. Z eitgeno,sse.n; setze Dich nicht nieder, bis Du mir nicht diese Sache. erklärt hast. Nach Raschi ist דדריה sein Zeitgenösse von דרא Zeit, Geschlecht, was hinzugefügt sein soll, um diesen- R. Josia von einem älteren desselben- Namens zu unterscheiden. Aruch. erklärt. בן גילו sein Altersgenosse (siehe Iu6ha8in 6d. PhilipowsM 145) und scheint es nicht von דור Geschlecht abzuleiten, da er diesem letzteren Worte einen anderen Artikel widmet. Wenn Raschi's Erklärung zutressend sein sollte, so ist nicht abzusehen, was der Zusatz דדריה eigentlich sagen will, da es doch selbstverständlich ist, daß N. Eleasar sich nur mit seinem Zeitgenossen unb nicht mit eurem vor ihm lebenden Lehrer unterhalten konnte. Ich erkläre daher דדריה, das ein feststehender Schulausdruck zu sein scheint: der mit ihm in demselben Hofe, derselben תרביצא saß: sein S chul c oll ege oder von dem auch sonst im Rabbinischen vorkommenden דרא R e i h e p. dar, vices, ordo שורה. Es wird häufig erwähnt, daß die Jünger im Lehrhause שורות שורות reihenweise saßen, also ״ ר׳ יאשיה דדריהR. Josia, der mit ihnr in Einer Reihe, auf Einer Bank saß". Dazu paßt recht gut die Bemerkung des N. Eleasar an den neben ihm sitzenden Coltegen: setze Dich nicht, sondern stehe mir Rede und Antwort. — צורב א מרבנן wird zumeist in der Bedeutung: junger Schriftgelehrter gebraucht. Nach lueha8in 6d. Philip. 179 (vgl. Jad Maleachi 87 a) bedeutet es überhaupt jeden tüchtigen Schriftgelehrten, Aruch 2 צרב glossirt: חוזק תלמידי חכמים, Raschi leitet es von צרב brennen, stechen (vgl. Lev. 13, 23) her: scharfsmnig, eindrjngenden Verstandes. Ich stelle es zu ar. צרב, tapferer, geschickter Mann. Vgl. auch Graetz Monatsschr. 1869, 265-66 und Hechal. VIII, 118.