Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 319 (sequence 10)
- Language
- German
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zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer. 319 Auch v f.1voc wird für v(p-(.1vo-g auf die Wurzel vy)-vg>aCv0D mhen zurückgeführt und als Gewebe erklärt (Curtius Grundzüge der griech. Etymologie Z 406 b). Im Spätgriechischen ist vifoc textus evangeliorum seu liber Evangeliorum cujusque Evaiigelistae und wird auch ״pro ipsis notariorum scriptis“ gebraucht (Ducange gloss. graec, sv.). — Das Huzwareschwort כוראסך, mit dem die Parsen ihre Handschriften bezeichnen, ist wie zahlreiche andere Wörter dieses Dialekts dem Aramäischen entnommen *), syr. כורסא, etwas Gebundenes, ein Buch, quatern!0 chartarum, ar. כראסח. Tie von Bickell (Oarmlna Nisibeua 50 und Addenda) gegebene Ableitung von כריש eomplieare (?) befriedigt nicht. — Heber חילש כסבא siehe oben. — Daß כתב לב ונאה nach de Lara mit מלבן, nfovdCov zusammenzustellen ist, habe ich bereits in dem Aufsatz über de Lara (Frankens Monatsschr. 1868, 262; Sonderabdr. p. 18) mitgetheilt. — Die Schrift רעץ nach Herzfeld Gesch. des Volkes Jisrael II, 77 ״eine kritzelige Schrift von raaz zerbrechen vergleiche ich mit pers. äikastab gebrochen, Name einer gebrochenen Schrift (Spiegel, Huzvareschgrammatik 36; VuUers I6x. H, 446), Aruch bringt auch die Leseart דע ץ, ba» — דץ ,נעץ befestigen, einheften, feststecken bedeutet, so daß unter לכונאה — רעץ und אשורי die geradestehende, feststehende Schrift zu verstehen wäre. Das pers. dar ist in seinen beiden Bedeutungen T h ü r e *) Spiegel trablt. Literatur der Parsen 7, 12-—13, der auch auf die Analogie von F a r g a r d und Karda, Kapitel, Abschnitt mit ,פסוק פרשה hinweist, aber das gleichfalls hierher gehörige פרק übergeht. — ״Wenn (bei den Persern) ein bereits geschriebenes Wort wieder ungültig gemacht werden soll, so wird dies durch Punkte angezeigt, die man entiveder über oder unter das Wort oder sowohl über als unter dasselbe setzt (Spiegel, Grammat. der Huzwareschsprache 39). Dieses Verfahren erinnert an eine im Talmud und den Midraschim mehrfach erwähnte ähnliche Be- Zeichnung einzelner Buchstaben oder Wörter des Bibeltextes durch übergesetzte Punkte, נקוד עליו. Siehe Geiger Urschrift 257 und Hechal. III, 99 bis 100. Uebrigens gedenkt auch IMorus lib, I, Orig, c. 20 eines ahnlichen, von den Schreibern der Codices angewandten Verfahrens: ößshog superne appunctatus, « » ponitur in iis de quibus clubitatur utrum tolli debeant nec ne«. — 7״rctQ&yQa<pog ponitur ad separandas res a rebus quae in connexu coneurrimt“ (Isid.). Vgl. das umgekehrte Nun vor und nach Rum. 10, 33, Sifre, Raschi und die Masorethen z. St. .(להפסיק בין פרשה לפרשה)