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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 7 · p. Seite 318

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 7
Article
Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
Date
1870-01-01
Page
Seite 318 (sequence 9)
Language
German
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318 Etymologische Studien chum, סמטיון membrana, pergamena bei Cast. 608 wahrscheinlich m,udnov corpus, ein Buch (auch in dem schwierigen פ»ן בגופן שלנו כאן כגופן שלהן Megilla 9a, wo Raschi מפן durch כתיבה und Aruch גיסן lieft, ist vermuthlich גופן gleich corpus und <x0)f.1äuov zu erklären. Schönhak will הפן) von yqacp'q, Schrift lesen). אילטרין, dUwqiow Rolle, Register. מסכתא Gewebe und Buch, Traktat entspricht der im lat. rextu8 enthaltenen Metapher. ״Xin^ (Name der Religionsbücher der Chinesen) bedeutet die Einschlagsfäden eines Gewebes und seine Anwendung auf literarische Produktionen ist ähnlich der Benutzung des sanskr. sütra in den Bedeutungen Garn und Buch" (Max Müller Essay’s I, 267). Auch na§ka np. nogk, Name der Kapitel des Avesta versuchte Burnonf in ähnlicher Weise von naz (vew) abzuleiten und zu sanskr. sütra zu halten; Spiegel und Hang halten aber das Wort für semitisch א NO גו (siehe Justi Zendsprache 170). Darnach ist S. G. Stern 0׳ תמוכות Einleitung 17 a zu berichtigen. bern zur Zeit Mohammed's benutzten Schreibmaterialien stimmen mit den im Talmud erwähnten größtentheils zusammen. Die Araber machten ihre Aufzeichnungen auf Stücken Leder, Pergament, Schiefertafeln, Holz, Palmblättern, Kameelschultern. Xartas (Charta), Warak (Blatt eines Baumes oder Papiers, auch Pergamentblatt). Beschriebenes Papier wurde gewaschen und noch einmal beschrieben. Abgewaschene Pergamente hießen torus. Das Leder zum Schreiben wurde mit ungelöschtem Kalk oder mit Datteln gegerbt. Vorläufige Notizen wurden unter Anderem auch auf Stiefeln gemacht. Es werden auf rothem Leder geschriebene Bittgesuche erwähnt. Bakry (gestorben 1094) erzählt in seiner Geographie: die Juden von Midian zeigen noch einen Brief des Propheten. Er ist auf Leder (Adym) geschrieben und ganz schwarz vor Alter, aber man kann ihn noch lesen. Am Ende steht ״geschrieben von Alyy dem Sohne des Abü-Tälih" (vgl. Svrenger, Mohammed III. Band, S. XXXIX, XL, XCII ff., 424 und 505). — Die תליסר גמלי ספקי, dreizehn Kameellasten theologischer Fragen, die ein Lehrer dem andern sendet, Cholin 95 h, finden ihre Analogie in der ״Kameelladung Schriften", die Alyy, Sohn des Ihn Abbäs aus dem Nachlasse seines Vaters hinterlegt hatte (Sprenger II, 383; III, XCIV), Wask oder Wisk Kameellast war eine bei den Arabern gebräuchliche Gewichtsangabe (das. III, 140). Vgl. übrigens schon II. Kön. 8, 9: משא ארבעים נטל, Synhedr. טשו׳ ג׳ מאות סרדות לבנות und Kethub 111b: משא ב׳ אתונות, perf. charwär eine Eselslast als feststehende Gewichtsbezeichmmg und die Analogie aus dem Griech. bei Sachs Beitr, II, 113.

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