Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 317 (sequence 8)
- Language
- German
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zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer. 317 warm; Gusläsp Vistäcpa, ‘Y<smff7trjg; itnl. guado Furt — vadura; gu'aina — vagina Scheide; guastare — vastare; franz. gußpe — Wespe; guisc — Art und Weise; Guillaume — Wilhelm, siehe Max Müller, Vorlesungen über die Wissenschaft der Sprache ll, 254—55. Dagegen ist umgekehrt in ארס Gift das anlautende «in virus ausgefallen, welches letztere freilich wieder auf log huzv. ויש ,וש zurückgeht. Was ist die Etymologie von syr. בלסטא Charta bei Cast. 103? Auch גט Urkunde, das gleichfalls hierher gehört, ist etymologisch verkannt, mit actum, legatum zusammengestellt oder aus der Wurzel ״ קץ ,קט — גטwie ßyßty, scheda, scida von ayj'Coi, scindo — ein Blatt darauf zu schreiben" (Zeitschr. der DMG. XXIll, 616) abgeleitet worden. Es ist, wie ich bereits in Frankel's Ntonatsschr. XV, 151 und XVlll, 475 mitgetheilt habe, das ar.-pers. chat Urkunde (jeder Zeitungsleser kennt den H a t-i-humajun oder den Hat von Gulhane) das auf חטט eingraben, aushöhlen, wovon syr. חטוטא Furche wie שטר Vertrag auf שרטט ,שרט, ar. שרט schreiben, eingraben, einkratzen zurückgeht. ״Am häufigsten ist die Bezeichnung für Schreiben und Schrift der uralten Vorstellung vom Einkratzen entlehnt, wie z. B. im Deutschen schreiben verwandt mit schraken, schraffiren, holländisch schryven, schwedisch skrifva, dänisch skrive, isländisch skrifa, lateinisch scrib-ere, griech, ygatp-siv, hebr. saphar, altägyptisch chet u. s. w., welchen zum Theil auch wurzelhaft verwandten Benennungen insgesammt die Urbedeutung des Eingrabens, Einkratzens zu Grunde liegt (Heinr. Brugsch Ueber Bildung und Entwickelung der Schrift Berlin 1868, S. 7, vgl. Ludw. Geiger in Ztschr. der DMG. XXIII, 165 ff.). — Satar in der Bedeutung ״schreiben" ist nach den arabischen Korancommentatoren bei Sprenger Mohammed II, 395 ein himyaritisches Wort 1). Hier sind noch zu nennen syr. דפטוק dipty- *) Bei den im Koran vorkommenden A s ä t y r alawwalyn ist nicht mit Sprenger Mohammed II, 395 an einen aus dem griech. tavoqta gebildeten Plural, sondern an die im Talmud öfter erwähnten מ ג ל ח ם ח ר י ם zu denken. Sprenger selber spricht ja von »Apocrypha« (S. 396) und ״den heimlich benutzten Asatyi׳« (S. 397). — Die von den Ara-