Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 315 (sequence 6)
- Language
- German
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zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer. 315 פוסתא ©eite, p. püst ist bereits oben besprochen worden. פנקס mva's, קונטרס quatemioj פתקא,פתקא mvtaxtov ar. בטאקה, pers. bitck; דפתרא dCytteqa pers. defter; רביר Schreiber, p. debfr, פתשגן ,פרשגן Kopie schon in spätbiblischen Schriften, perfischen Ursprunges; אבק סופרים abacns, Zeichnentafel, Rechentafel; קלמרין calamarium (Mikwaoth 10, 11) Tintenzeug; קרטס cbarla ar. ikartSs; רובסוסטוס aus dvo und itaröq auf beiden Seiten geglättetl); טומוס tomus; אפכי Quittung anoyi] apoea (Chal. VIII, 18 wird eine Ableitung aus dem Persischen versucht) sind zumeist bekannt. Vgl. Ludw. Geiger über den Ursprung der menschl. Sprache I, 452. Eine besondere Besprechung erheischen נייר Papier und גריל Pergament. Die Etymologie von נייר ist bis fetzt nicht festgestellt worden. Ich stelle es mit מיא רנרא Gittin 19 b’ zusammen, das nach Raschi eine Art Farbe (vgl. ar. נוור Indigo) nach R. Chananel bei Aruch נר und Tosaph. Gittin z. St. ׳ קליפס רסקv, den Saft aus der Rinde des Granatbaumes bedeutet. Der Granatbaum heißt pers. nur oder anär. Daraus erklärt sich Avccq 7] üoui, malus punica bei Duc. gloss. grase, append. p. 17; syr. רוא Granatapfel — 06a, (xnä. ״Wenn man mit der Granatenwurzelrinde, nachdem man sie gehörig angefeuchtet hat, über weißes Papier streift, so entsteht ein gelber Flecken, welcher durch Säuren rosenroth, durch Alkalien braun und durch fchwefelsaures Eisen blau wird. Sie enthält Gerbstoff, G allussäure^) ..., eine etwas concentrirte Abkochung derselben röthet Lackmuspapier" (Meyer CL. Granatbaum, vgl. Schebiith 7, 3). Demnach unterliegt es keinem Zweifel, daß נייר ein mit dem ätzenden Granatsaft präparirtes Schreibmaterial war. — Mit nSr zusammengesetzt ist pers. nargll, ar. נאריגיל, die Frucht der Cocospalme, Cocosnuß (und die aus dem Holze derselben bereitete Wasserpfeife N argileh), die auch im Talmud erwähnt wird, Erubin ') Die Tradition des R. Tain, daß דוכסוסטוס im Persischen (Tos. B. Bath. 14 a, dagegen Tosaph. Sabb. 79 b falsch: im Griechischen) טקום bedeutet, ist mit Unrecht von Mus. 8. v. bezweifelt worden. Persisch heißt gü st Fleisch und ist also ך כסוסטא n: der Ort des Fleisches- ר Galläpfel עפצין — syr. אפצא, ar. מרוק א — .עפץ, das nach Tosaph. B. Mezia 47 b ein Mittel zur Politur des Pergaments ist, mag vielleicht amuca die Oelhefe fein, womit der Firniß der Bücher gekocht wurde (Schuch, röm. Privatalterth. § 540).