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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 7 · p. Seite 313

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 7
Article
Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
Date
1870-01-01
Page
Seite 313 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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zur Kunde der rabbiuischen Sprache und Alterthümer. 313 gen auf Pergament. Die etymologische Begründung dieser Uebersetzung ist nicht beigebracht. Zittreffender ist die zweite Erklärung in Buxtorf: in arobivo soripturarum und bei de Lara: Schriftenschrank תיבה שהכתבים שם, der ausdrücklich auf הלוו und hinweist. Targ. erklärt also: יוצר in der von den meisten Lexicographen adoptirten Weise — אוצר — Pesch. בית גוא. Das pers. nämeh Buch, ־ Schrift, Schriftstück ist in drei schwierigen Vokabeln bisher unerkannt geblieben. Ab. Sara 4s: אבקש בניגני שלהם, Gott spricht: ich werde uachsuchen in ihren Geschichtsbüchern (Raschi: בספר וכרון מעשיהם) nach Tosaphoth: ich werde ihre Thaten (נימי wie מנגניא /myyavov) UNtersucheu. Nach Aruch נע, der aber בנינני liest, gleichfalls: in ihren Nechnungsbüchern (בםפר!ביותם), in ihren Geschichtsb üchern, ם׳ הוברונות. Nkusasta will das Wort von nuntium, Botschaft ableiten. Die Leseart נינג und die übereinstimmende Erklärung durch Buch führt auf das Richtige: nümsk. Das 1 am Ende entspricht dem persischen K und das zweite נ ist des Gleichklanges wegen beibehalten worden und entspricht dem pers. IN (wie anMr — אמכר) oder es ist statt ניעי durch Zusammenziehung von ינ in נמגי:מ zu lesen. Gittin (bei Buxt. sv. falsch Cholin) 28 b: לבתר רמיתתם ״ פורסי שנמג לא קבליnachdem die Erkenntnißschrift ausgefertigt ist, nehmen die Richter der heidnischen Tribunale eine Bestechung nicht mehr an". So nach Raschi, der פורסי שנמנ als ein persisches Wort, gleichbedeutend mit פםק רק Erkenntniß bezeichnet. Nach R. Chananel und Aruch, der פרסיישמנג liest: ״nachdem der große Richter (הריין הנרול), d. h. der Gerichts- Präsident unterzeichnet hat. Reland (äs porsiois talmudiois) vermuthet demnach eine Identität unseres Wortes mit dem von Johannes Malalas erwähnten persischen Würdenamen: ßaqaaßavartjg barzmand, Machtbegabt (de vet. ling. Persarum § XXXIV). Diese Erklärung paßt aber durchaus nicht in den Zusammenhang. Eben so gesucht ist die Erklärung Musafias: praoses magnus oder phrasis magna? Ich halte die von Raschi tradirte Uebersetzung für zutreffend und erkläre das Wort ohne jeden Zwang als das persische Compositum pursis nämeh —

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