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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 6 · p. Seite 281

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1870-01-01
Page
Seite 281 (sequence 4)
Language
German
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Recensionen. 281 המדרשות, so ist dies keineswegs eine Lexikalische, sondern auch nur eine Midraschische Erklärung, womit gesagt sein soll: Die unserer Vernunft nicht unmittelbar einleuchtenden Gesetze (הקים) bieten am meisten Spielraum für den auslegenden M i d r a s ch. Thatsächlich und naturgemaß findet man bei diesen הקים am meisten מדרש! Was hat nun diese, im Midrasch ganz an ihrem Platze befindliche Bemerkung mit der lexikalischen Bedeutung dieser Wörter zu thun? Das Buch selbst soll nun zwar, wie Herr F. weiter ausfuhrt, ursprünglich unter die Bezeichnung Sifre mit inbegriffen gewesen sein, so gut, wie man die so bezeichneten Bücher auch hätte Mechilta nennen können, nachdem aber jene Bezeichnung ausschließlich für das 4. und 0. Buch d. h. Schr. in Anwendung gekonlmen sei, habe man die letztere nur für den zum 2. Buche gehörigen Midrasch in Gebrauch genommen. (S. 40.) Dieser Aufstellung gegenüber und bei der Dunkelheit, welche noch immer den Ursprung dieser Midraschim deckt, erscheint es uns der Mühe nicht unwerth, eine persönliche, Herrn Friedm. während seiner Bearbeitung der Mechiltha gelegentlich mündlich entwickelte Ansicht über ihren Namen unb ihre literärgeschichtliche Stellung hier in Kurzem einem weiteren Kreise darzulegen. Offenbar haben die ältesten Namen für diese Midraschim aus dem Unterrichte sich herausgebildet. Dies Moment ist auch von Herrn F. benutzt, aber unseres Erachtens nicht richtig angewendet. Nicht was ein später, nur beim Or sarua vorkommender Tanchuma (S. 34), sondern was die älteste Nachricht über den Gang des Unterrichts sagt, ist in erster Linie hier in Berechnung zu ziehen. Nun aber führt bekanntlich der dem 2. Amoräergeschlechte angehörige R. Assi (M, Wajikra Kap. 7) es als eine längst feststehende Gewohnheit an, daß man den Schulunterricht mit dem dritten biblischen Buche und nicht mit dem ersten begann (מפני מח מתחילין לתינוקות בת״ב ואין מתחילין בבראשית). In Joma 27 a ist uns noch ein ganzes Stück Vortrages, mit welchem Abaje seinen Sohn im 3. Buche unterrichtet, aufbewahrt. Es ist ganz die Art von Erklärung, wie sie uns in den ältesten Midraschim vorliegt. Aus diesem Umstande des frühesten und vorzugsweisen Gebrauches in der Schule entwickelte sich für das dritte Buch der h. Schrift — feststehende besondere Namen für die einzelnen Bücher gab es bekanntlich selbst im Mittelalter noch nicht — der allgemeine Name ספרא (mit emphat. א), d. h. d a S Buch xax’ e£0%r1v, wie wir ähnlich d. h. Schrift Bibel d. h. (obwohl das Wort ursprünglich ein Plural) das Buch xax e§oxrjv nennen, oder, um ein noch treffenderes Beispiel anzuführen,

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