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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 6 · p. Seite 264

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 6
Article
Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
Date
1870-01-01
Page
Seite 264 (sequence 12)
Language
German
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264 Etymologische Studien Heber אצטבא (mßäg siehe oben. — ג והדקא , eine Art Tragbank, Tragsessel, Sänfte (Gittin 31 b, Taan. 20 b, B. Mezia 73 d, 85 d), das bisher etymologisch nicht erklärt wurde, ist jedenfalls eine Zusammensetzung mit p. cihär, dar Vier und es ist entweder an öiMr güsah 801mm regium, arca feralis, feretra oder an das bekannte I'sobSr earpäi^z därwä oder dihärwä, eine Art Bett der Orientalen, wörtlich Vierfuß zu denken. Ueber das Letztere vgl. Sprenger, Mohammad HI, 18—19. *} *) Wie hier das persische Zahlwort öibar Vier, so werden noch andere persische und griechische Zahlwörter an verschiedenen Stellen des Talmud und Midrasch gebraucht. Zunächst ist מ ציהד, vier Jahre (Gittin 86 b) wiederum mit eibär identisch, wobei auf die Wiedergabe des e durch Lp zu achten ist. Wenn Raschi das Wort durch 2 Jahre und Aruch durch Triennium erllärt, so beweist das eben am Besten, daß die Ausleger über die Höhe der Zahl nicht ganz im Klaren waren.במנינא פרסאה ־ דקורין לעשרה חד (Bechoroth 60a), im Persischen heißt zehn הד. Es ist vielleichtan die Transposition von dalu Sex-ct, dec־em הד gedacht worden. טנדו zwei Körper, Personen tan du. — 'ביל %iX1a kommtin der Pestkta ,טר״א קו נ סוא TQtaxovm und הן ev öfter vor. — הטוד ט ד י ה (Richter 15, 15) erklär: der Midrasch (Ber. R. K. 08) durch einen dreijährigen Esel (טריה rqCa). Ueber הזר hazär ist schon oben geredet worden. Syr. סדא spatium 100 passmim ist p. cad, sad Hundert, wenn man es nicht lieber mit den älteren syrischen Lexicographen als Abkürzung von 8 אמהדאtadiuw (siehe Payne-Smith 8. v.) betrachten will. Auch die griechischen Buchstaben als Zahlzeichen werden im Midrasch erwähnt, (x ----- 10). — Daß Zusammenstellungen wie חמור טריה mit tqui nur freie Deutungen und exegetische Spielereien sind, ist bekannt. Ich verweise noch auf מ כ ר ו ח י ה ם (Gen. 49, 5), das Der. R. und Tanch. z. St. von herleiten; auf אשה ב ושיה, Targ. אהחא ש פ יר ה א (Num. 12, 1) כבני בשייטת (Amos 9, 7), Targ. כבנין ר ח י מ י ן von pers. ch^as schön, gut, angenehm (siehe meine Bemerkung in Ztschr. der DWG. XX, 447) und auf הוי א ד 1 ן (Jerem. 34, 5, vgl. Jersm. 22, 18), das lXX mit Rücksicht auf den Gleichklang von adyc und אדון twg {tSo v übersetzen (meine Bemerkung in Graetz, Monatsschr. 1869, 80). Eilre ahnliche Erscheinung können wir übrigens auch bei der Exegese des Koran bemerken: ״Wenn eine Koranstelle nicht in das System paßte, mußte ein Wort aus dem Dialekt der Banü-Tamym oder der Himyariten oder gar der Aethiopier abgefaßt werden, damit sie den rechten Sinn gebe" (Spren- MH. Mhammad lll, 0VI1—OVIII). — Auch inden alten Bibelversionen kommen mancherlei seltsame Quiproquo's vor. .1. Kön. 19, 1; 2. Ehron. 33, 19׳ und 34, 3 wird m der Peschitths חונבא! als eine Stätte des Götzen-

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