Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 262 (sequence 10)
- Language
- German
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262 Etymologische Studien Aruch und Ha'i's Kommentar z. St., wo statt 1פא? : פא Falke zu lesen ist. Der Gürtel führt neben seinem einheimischen Namen die fremden זוגי und זונרין zona, פרוומא mqC^11a9 das auch in's Arabische als פדדרם gedrungen ist (es wird durch מאור Gürtel wiedergegeben und Freitag, Einleitung in das Studium der arab. Sprache 87 schreibt: es scheint, ein fremdes Wort zu sein!*) קמרא p. kamar, חמין p. hamyän und amyän. — Spr. דוסחיקא cingulum bei Cast. 207 ist in כוסתיקא zu emendiren, beti Kosti, welchen bei den Parsen die zur Mannbarkeit gelangten Knaben anlegen mußten (8piegel Avesta II. XXII). Und so wird auch in der Glosse des Hespchius: xÖQtrjv, Uaqdvc e<r$7jm xaXovecv, 7jv Xafißävovat naldsg elg avdqag י) Das Arabische enthält eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Fremd- Wörtern: טירן Küchengeschirr vrjyavov, קרמיד; טיגנא, Ziegel xsqafxCg באטיה; קהמדים ßauaxij, batiola, bouteille (Pott, etym. Forsch. 11^, 197), ״ פיאלה tycäkrj, Phiole; ביטאר InmarQog, syr. ביטר und פיטר א (Freytag und Cast, kennen den Ursprung des Wortes nicht), s. אפיטרום in Bamidbar Rabba u. A. siehe Oa^vaMi 6ä. 8aehau. Bei allen diesen und ähnlichen Fremdwörtern ist es nicht unerheblich festzustellen, ob die Araber sie aus erster Hand oder durch Vermittelung einer anderen Sprache in die ihrige aufnahmen. Sprenger, Mohammad I, 563 schreibt: ״Das Vorkommen des latem. Wortes eirat (strata via Straße) beweist, daß er (der Koranvers) nach Ankunft der Christen in Mekka geoffenbart wurde". Aber das Wort war ja schon längst vor Mohammed als סרטיא in der rabbmischen Sprache eingebürgert und kann also leicht, wie so vieles Andere im Koran, durch Vermittelung der Juden zu Mohammed gelangt sein. Sprenger's Schluß ist daher sehr unsicher (vgl. auch Ludwig Geiger: Ueber den Ursprung der menschlichen Sprache I, 285, wo jedoch טליח mit Unrecht auf örofoq zurückgeführt wird, es ist, wie ich bereits Frankel's Monatsschr. 1867, 300 mitgetheitt habe, p. tal- San, ar. טילסאן Kleid, Mantel). Derselbe Einwand ist auch gegen Sprenger's Bemerkung II, 219 Note zu erheben. ״List oder Last oder Listas ist eigentlich der Name eines Maßes und kommt vom latein. Lextarius. Figürlich wird es dann für Gerechtigkeit gebraucht. Dies ist einer der Ausdrücke, welche die römische C i v i l i s a t i o n lange vor Mohammed in Arabien zurückgelassen hat". Auch קסטא Sextarius, a'girrig kommt öfter im Talmud vor und für ״Gerechtigkeit" ist an קו^טא, ק׳&ט -u denken.