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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 6 · p. Seite 261

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 6
Article
Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
Date
1870-01-01
Page
Seite 261 (sequence 9)
Language
German
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IRI
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zur Kunde bei rabbinischen Sprache und Mterthümer. 261 jaget bäzyär, מייו־ und mehrere bäzyärän heißen. Buxt. 637 citirt das Wort unter ריאתן, de Lara unter זיירן, Beiden ist die Etymologie des Wortes unbekannt. Das Wort ist auch in's Arabische als ביואר gedrungen. Aus bäz Falke, syr. בויק ist unser Beiz en, Falkenbeize entstanden, doch leitet Jakob Grimm Gesch. der deutschen Sprache I, 29, 44• beizen von ahd. weiäa paseuum, pabulum, venatio, mhd. beizen, das Vieh fressen machen und jagen, da die Begriffe weiden und jagen sich in der Sprache durchdringen. Gelegentlich sei bemerkt, daß der rabbinische Name des Jagdfalken שורינקא (Cholin 63» nach Lewysohn Zoologie des Talmuds ß 192: der Würger von ,שרנק שנק) gleichfalls aus der Fremde entlehnt ist. Vgl. Grimm, Gesch. der deutschen Sprache l, 51: ״Ein bestimmter Falke hieß saker, franz. sacre u. s. w. Dieser Raine ivird freilich auf das arab. 8aksr, avis perspicax, per), sonkor, falco zurück!,eführt . . . umgedreht aber könnten sie aus dem lateinischen Wort entspriugen". Vullers verzeichnet: ״sankar coll. äangbar ling. rüm. avi8 venatioa slo. t'aleo regius, alias formae sunkur et sunMr." Ich verweise auf avyxovQoov avis venaticae genus bei Ducange gloss. graec. — Syr. לודרא venalor leonum ist der Xovöcwiog, der die wilden Thiere im Circus tüdteude Gladiator (vgl. Sachs Beitr. I, 121, der das syrische Wort, das ihm gute Dienste hätte leisten können, übersehen hat). — Die ט ב ר י ר י , welche Buxt. und Bötticher Supplements lexiois aramaioi § 118 für Jäger halten, verwandeln sich, bei genauer Lecture der Pesiktastelle, in der das Wort Einmal vorkommt (eä. Bub. 19 L b) in die der Treibjagd beiwohnenden Zuschauer, iXswqot, entsprechend dem vorangegangenen רואים des Textes. פ ר ק ל ו נ י ם lederne Jagdhandschuhe zum Gebrauche bei der Falkenjagd (Kelim 24, 15), naqa — ntQoxaXv^ima, siehe | Königs wird erbrochen. Die wenigsten Talmudlehrer ahnen, daß sie in בי זיינא, das jedem Zeitungsleser geläufige douane vor sich haben. Es ist ' dies eines der für die Cultnrgeschichte sehr interessanten Beispiele, deren ich i weiter mehrere ansühren werde, wie Begrisfe und Ausdrücke, namentlich; Handelsausdrücke mit geringen Aenderungcn durch die Jahrhunderte von j einem Volke zum andern wandern. — Auch ב י ע ל א י in אריה דבי עלאי ist aus באלא p. bälä Höhe dismembrirt worden (Chal. VIII 109).

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