Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 257 (sequence 5)
- Language
- German
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zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer. 257 ka ex 1). Für Brod ist nächst 9ח mb d-NON das dem Persischen entlehnte נהמא, nän2) gebräuchlich und der Bäcker und Koch hat eine ganze Anzahl fremdländischer Namen angenommen, die sich mancherlei Entstellungen Seitens der Abschreiber und Drucker gefallen lassen mußten. נחתום, der gebräuchlichste Name ist bekannt, weniger klar ist seine Etymologie. Es steht vielleicht für פחתום von der Wurzel pac huzv. פוחתנן, NP. puchtan backen. Dann kommt der כוררק (Pesach. 40b nach der Leseart des Aruch, in den Edit. מרחיק), das zweifellos auf chwardan essen, chwär Speise zurückzuführen ift3). כורנקס Koch bei Cast. 436 ist in כורדקס zu emendiren. Dann folgt der אב נ נר oder כ ו אב גר, in dem schon längst p. eb^ZNKar oder ob^LIZar erkannt wurde^). Dagegen ist אםורגגא unserer Talmudausgaben (Kethub. 61a) ein corrumpirtes Wort und aus den Lexieis zu weisen. Aruch liest dafür כואנגר und verzeichnet noch die Variante מררק ---- כוגרקא. Schließlich mögen noch םנ1רם /rä/sLpoc י) Ps. 75, 9 versetzt das Targum שסריה durch zwei verschiedene Sprachen entlehnte Fremdwörter דורדייהא ופקטייהא. 2) Levy, chald. ÜBötterb.נהמא übersetzt die Sentenz: עבדא נחום כריסיה לא שוי, der Knecht ist das Brod nicht werth, das sein Leib verzehrt (B. Kama 97a) irrthümlich also: ״ein lärmender Knecht verdient nicht, was sein Bauch kostet", indem er נהום Brod mit נהם lärmen, toben verwechselt. Ich wiederhole hier den von mir bereits m Frankel's Monatsschrift XVI, 303 mitgetheilten Hinweis auf dieses sonderbare Mißverständniß, weil Levy in den Zusätzen zu seinem Wörterb. (II, 945) in einer zwar allgemein gehaltenen, aber an meine Adresse gerichteten Bemerkung seinen Jrrthum mit allerlei Restrictionen aufrecht zu erhalten sucht. Zum Ueber^ flusse sei noch bemerkt, daß Aruch נהם die in Rede stehende Stelle in dem von mir angegebenen Sinne ausfaßt und נהמא כריסיה statt נהום liest. — Ueber die Bedeutung von קופד und oh קופד oder קופר zu lesen sei, ist Buxtorf im Unklaren. קופר ist, wie schon Mus. erkannt hat, *0 7141*■ dcov, copadium particula carnis, frustum, refxaxog (תסחתא Cholin 51 nach der LA. des Aruch: תמהחא r^a%og)y vgl. syr. קופרא דבסרא frustum carnis. 3) chwardan, c!1waris steckt auch, wie in Chal. VII, 77 richtig bemerkt ist, in demdunkelen בחורשיה קא אכיל ליה (Schebuoch 6b), was zu den angezogenen Stellen Dan. 7, 23 ותאכל כל ארעא vortrefflich paßt. Auch neusyrisch כותרא Mittagsmahl (bei Wldeke Gramm. 402) scheint aus כורתא von cb^ardan transponirt All sein. ר chwän Tisch, woraus כואנגר gebildet ist auch in )IN״! (Daniel 6, Frankel, Monatsschrift, xix. 6. 17