Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 254 (sequence 2)
- Language
- German
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254 Etymologische Studkn schon Aruch richtig im ar. באנון nachweist, während es Mus. gegen den Zusammenhang durch xavovv Korb erklärt; neben בין השמשוח oder כיח רסשא ,בין שמשיא, neusyr. בירשא, einmal auch das aus dem Persischen sab Nacht gebildete בי שבבי (Sabb. 109 b)1), neusyrisch in der apocopirten und von Nöldeke neüsyrische Grammatik 163 unerklärt gelassenen Form בבי; neben סם Gift die Fremdwörter ארס virus2) (vgl. huzv. ויש, וש *) Also erklären Aruch 5 שב und Raschi das Wort an erster Stelle; nach der zweiten minder wahrscheinlichen Erklärung ist von שבבא Nachbar: in der Nachbarschaft zu übersetzen. Aruch hat außerdem die Variante ב׳ שבבי zwischen den Todten. Uebrigens ist sal Nacht noch in anderen rabbinischen Vokabeln nachweisbar: in שב בירי, das ausdrücklich als Nyctälopie (Leborrboea?) erklärt wird und das unzweifelhaft durch den Wechsel der Labialen mit syr.שמרמרא nyctalops, luxiosas bei Cast. 922 zusammen^ hängt und in שיברא nach der Erklärung der Halach. gedoloth bei Aruch eine Art Nachtdämon. 2) ארם ist durch den Wegfall des Digamma aus virus entstanden wie אםפם״נום, V68pa8ianu8, syr. או-שכא Hengst ans pers. §U3N, syr. אלא veluiri und wie das spiritus asper zumeist nicht berücksichtigt wird: אילוס qXog Nägel, אומוכיא öftovoicc, איפמיא imärsia. — ■ Der 8pir. asper wird auch durch 8 bezeichnet in סלמנמון eX^uvQ, vermis, (vcfi. aXg! sal, aXXoiiat saltare, Curtius Grundzüge der griech. Etym. 351 ff.) und durch N in הילק א halica aXi£, חסא — otftog (הקרא äxQa) und vielleicht auch in הר, syr. הר schauen, das in den übrigen semitischen Dialekten nicht vorkonnnt und wahrscheinlich mit oq in ogaw, ver-eor, war-nehmen zusammenhängt, wenn man nicht etwa Ti schallen unb חר brennen zusammenstellen will nach Analogie der Wurzel d a rlc ulld Xevami luceo, in denen gleichfalls die Vorstellung des Sehens und Glänz e n s sich bewährt (Curtius, Grundzüge 94—95). — Uebrigens ist auch bei anderen Verben des Sehens Berührung mit anderen Sprachgebieten nachweisbar. Bei השקיף, שקף liegt (Xx8 7r-w, axonog nahe; רוא an drei Stellen im Talmud in der Bedeutung seherr, Arllch 1 רו rmd Buxt. רוא, wo bloß die zwei Stellen aus Sabb. 35 a und Tamid 26 b angeführt sind, während bei Aruch noch eine dritte Stelle, Kerithoth 6: וכי יחביתו קמי ״ רביכון ד ו ו לפרמיה דרביכוןwenn ihr vor euern Lehrern sitzet, so schauet auf den Mmrd eurer Lehrer", wo in unseren Edit. statt רוו das geläufigere ה!ו zil lesen ist. — Außerdem B. Bath. 144a א וד״ ני oder ארו וני eine Warte, ein erhabener Platz, von dem aus das Feld übersehen werden kann, also von רו׳ (siehe Tos. z. St. Das Wort wird auch anders erklärt). — רו׳ ist unzweifelhaft sanskr. <1111, altpers. di, huzv. ditan, parsi und np. dicken, üedo^iac, tue־or (vgl. Pott, etym. Forschungen II2, 131 ff.