Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 225 (sequence 16)
- Language
- German
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- Rashi 2× ep/1002670
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zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer. 225 auf den verschiedenen Gebieten, in Bezug auf politische und Handelsausdrücke, Aemter und Würden n. s. w. verfolgen, auch der Behandlung der Partikeln und Verba einen besonderen Abschnitt widmen. Die nachstehend vorgebrachten Beispiele mögen zur Jlluftrirung der hervorgehobenen allgemeinen Gesichtspunkte dienen: Gittin 58 a: Wie weit bin ich von jener Stelle (in der h. Schrift) entfernt? אינגד פומתא ופלגא, ein wenig, anderthalb Seiten. Hier werden statt der vorhandenen rabbinischen Wörter dicht neben einander zwei Fremdwörter gebraucht. אינגר nach Nascht: wenig ist pers. andak, andaki, wenig, gering und פומתא, von Raschi mit דף erklärt, ist p. püst, Fell, Leder, Baumrinde, worauf geschrieben wird. Darnach ist Zuckermann (das jüdische Maßsystem 29, Note 75), der פוסוזא für passus Schritt hält, zu berichtigen. Synh. 98: מי איר! לך כאר הור גווני, hast Du einen tausendfarbigen Esel? frug Samuel den König Sapores. In unseren Ansg. falsch: בר חיור גווני• Es ist eine vollständig perfische Phrase: ohar hazär günah. Dagegen hat הדוי, das Ztschr. der DMG.XXI, 567 für hazär, Tausend ausgegeben wird, damit gar Nichts gemein, sondern ist ein gut hebräisches Wort: das Geschlecht. — Wie Farbe überhaupt, sind auch einzelne Farbennamen dem Persischen entlehnt. Nidda 20a: למשא מי ו אה, nach Raschi soll סיואה der Name eines Ortes sein, an dem schwarze Kleider verfertigt wurden, N. Chananel liest סייג א, Aruch ם י יבא und erklärt es: schwärzes Kleid (s. v. מייבא und מיינא). Es ist zend. <?yäva, up. siyäh, schwarz. Vielleicht gehört auch שדף schwarz oder schwarzgrau (Chnlin 135a) hieher. — פציח, gesprenkelt, ist — syr. פימביא, pers. pisah. Das Finale h ist im Syrischen in ך, im Rabbinischen in n übergegangen, wie in ברחא Widder — pers. barab, huzv. ודך. Synh. 100b in der Sentenz: ולרקן קורטמן עבדקן מכמן, der Dünnbärtige ist klug, der Dichtbebartete ist närrisch (unverschämt, hündisch), sind zur Herstellung des Meichklanges zwei persische Fraukel, Monatsschrift. XlX. 5. 15