Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 219 (sequence 10)
- Language
- German
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zur Kunde der rabbinischc» Sprache und Alterthümer. 219 De Lara im Kheter Kehunnah 3 דוש bringt das Wort mit דש tritus in Zusammenhang. Ich lese an beiden Stellen ר ו ושי ה von רווש, p. ravvis (ans retten), Gang, Lauf, Weise, Regel. Die Erklärung in Chal. VIII, 111 ist unhaltbar. — Das Verbum retten kommen (רפתן) ist übrigens auch in einem andern schwierigen Worte bisher nicht erkannt worden. הרפתקי, das einige Mal im Talmud und den Targumim in der Bedeutung: Begegnisse, Unfälle, Unglücksfälle vorkonimt, ist refteh Ereigniß, reftegi Einbuße, Verlegenheit, Abgang, von retten kommen, eintreffen, sich ereignen wie מעוראות ,ערעיתא, syr. ארעיתא und עריצתא Casus, cventus von ארע, syr. ערץ, ארע begegnen, treffen — ar. (אלאעראי '). Die Fornl הרפתנןא entspricht genau der altbäktrischen Wurzel barg oder hrap, auf die nach Vull. rack. 70 retten zurückznführen ist. Levy denkt sich das Wort aus ojqcc und nalh\TLxöc zusammengesetzt!— Synh. 99b: אדם לעמל נברא — והיינו דאמר רבא כולהי גופי ר רפת ק י נינהו טוביה תכי דהוי דרפתקי ראורייתזא. Nach Arnch ררפתזק soll dieses Wort eine Scheide, ein Behältniß bedeuten und der Satz wäre zu übersetzen: alle Körper (Menschen) sind Behältnisse; wohl dem Frommen, der ein Behältniß der Lehre ist. Mus. hält unser Wort für dovyaxKK Zaun, Umschließung, was aber in den Zusammenhang der Stelle nicht paßt. Neben der auch vom Aruch getheilten Erklärung bringt Raschi z. St. nach eine zweite: ררפרתקי טרח נין כלומר כל הגופין לעמל נבראו טוביה לדובי אשריו למי שזכה והיה עמלו וטרחו ברת ורה, alle Menschen sind zu Mühseligkeiten, Widerwärtigkeiten bestimmt, Heil Dem, der in der Lehre sich müht und abarbeitet. Nach dieser Erklärung, die zu dem die Discussion einleitenden Satze: der Mensch ist zur Mühsal geboren, trefflich paßt, ist auch hier הרפרתקי zu lesen, oder das ד als Relativum zu fassen. — Hierher gehört auch B. Bath. 55 a: אד ישן דפדטאי עד מ׳ שנין (Leseart des Aruch, in den Edit. אדיסוותא), es ist die Regel der Perser, daß nach vierzigjährigem unangefochtenem Besitz das Eigenthumsrecht erworben st 4גדישו, ro fft![tßeßT]xog geht nicht, wie 1. 6. Hollmium cle hermeneuticis Arist. 162—63 will auf syr. גד, schneiden zurück, sondern ist höchst wahrscheinlich p. gudast das Vorübergehende.