Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 216 (sequence 7)
- Language
- German
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216 Etymologische Studien האופיתא. Kohut (ZeiLschr. der D.M-.G. XXl, 563) will aus diefem einzigen Worte אפי, das er für zeud: duockho, np. bü^, Bewußtsein hält, den Zusammenhallg dieser agadischen Sentenz mit Palnw, die Brust vertrocknete, יוי^, Dürre, vgl. bei Cast. Mich. 753: יוא$, arbor quae jain arescit et penc exsiccata est.-א ו ד ד א nach Aruch : Federn, Wolle it. s. w. In den Edd. steht überall. א ודר א. Die Richtigkeit der von Aruch tra'dirten Schreibung wird durch das Syrische bezeugt: עח״דא pilositas vestis, ערדודא vostls detrita (Cast. M. 635). Auch die Form mit ע kommt im Talmud vor, jer. Sabbat VI, p. 8 a letzte Zeile: עוד ריח דאודניה (lies .עודדיד), die Wolle im Ohre — פוך שכאזן. Mit Un< recht emendirt daher Sachs Beitr. II, 65 das von ihm mißverstandene Wort in עודרא, orarium, uub übersetzt: ein um die Ohren gebundenes Tuch. — Sota 49b, wo unsere Ausgaben פ נ פור א (p. tauhür» ar. פנפור) haben, liest Aruch ר פ ו פ א, Mus. falsch רפופא, bei Hai' Gaon zu Kelim XV, דפופא. Aruch führt das Wort פנבורא bloß gelegentlich s. V. ארוס zur Erklärung eines anderen Wortes an :md es ist daher in den Text für das wenige bekannte רפופא gekommen. Letzteres ist ar. רפאפ, eine Art musikalisches Instrument, das in's Italienische als ribeba Bauerngeige ausgenommen wurde, siehe Diez, vergl. Wörterb. der roman. Sprachen I, 348 und CHal. VIII, 118, Syr. ארדפפא, tyinpani geims, über dessen Schreibung und Etymologie die syrischen Lexicographen schwanken, (siehe Payne- Smith thes. syr.), möchte ich gleichfalls irr ארפפא emendiren. Irr marrcherr Fällen ist die Leseart der Editionen der des Aruch vorzuziehen. Unter der radix ר.פ verzeichnet Aruch aus Beza 32h: פוהמין ״ את הפתילה מאי מוהפין עדויי׳ חשוכאman schnäuzt den Docht. Was bedeutet מוהפין? Entfernirng des Finstern", d. h. nach Aruch's Erklärung: Entfernung des verkohlten Dochtendes, damit das Licht besser brenne. Das Wort muß selten oder veraltet geweserr sein, da schon irn Talmud nach seiner Bedeutung gefragt wird. In unseren Edd. steht פ ו ח פ י ן. Außerdem kommt Sabbat 90 a vor: וצנורא ש פח פ פ י ן כה את הפתילות ופקנחין הנרות, ein Instrument zum Schnäuzen des Dochtes und Putzen der Lichter, wo Naschi bemerkt: שפוחפין פה פתילות ומקנכין ראשיהן לעדויי חושק (moucher 1a chandellc) פוק״ייר כלע״ז. — Die Leseart der Editionen entspricht genau dem ar. פחפ und כחפ, die aber nur die Bedeutung: die Nase schnäuzen, haben, währeno פחפ die übertragene: das Licht schnäuzen, hat, wie emungo und noo^vöGecv. Ob zwischen פח־פ und der Wurzel jiivx —, die in mungo, fjtvx-i'ijQ Nase, [1v£a Schleim =; מוג־־לא, mucor, Schimmel פקק steckt, ein Zusammenhang besteht? syr. פחופא, nracus, pitnita nasi.— פפר חפור גחיט פחפילך liest Aruch zu Berach. 56 a, während die Edit. נהי פ lesen. ״Das ו in פפר חפור fehlt in Deinen Phylacte'rien (Aruch) oder: ist verlöscht, gestrichen, ausgefallen (פחוק, Raschi). In Monatsschr. VII, 225 falsch: נר,יפ. Ich halte