Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Etymologische Studien zur Kunde der rabbinischen Sprache und Alterthümer
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 215 (sequence 6)
- Language
- German
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zur Kunde der rabbinischen Sprache und. Alterthümer. 215 In Ber. Rabba c 14 werden fünf Namen der Seele aufgezählt und der Name נשמה durch אופי erklärt: נשמה וו האופי. Die Lesearten schwanken zwischen האפי האיפה האופה האופי und Siehe Aruch גשפק und גלפקר. Unter dem letzteren Schlagmorte ist in allen Ausgaben des Aruch, selbst in der ed. Pesaro 1517 zu lesen: כסות (Siegel) גושפנקי p עבה של צמר והן. Es ist גושפקי zu emendiren. Die Glosse im Aruch ist der Erklärung des N. Hai zu Kelim 29, 2 entnommen, wo neben גושפקי anch noch die falsche Leseart משפקו figurirt. גלפקר soll nach Leoy xalvrcrriq sein, sehr unwahrscheinlich. Die daneben bestehenden Formen ק ל ב ק ר Kelim 29, 2 und ק ל ו ק ר (Mechilta Beschallach Ende) weisen (Ulf xeqßtxaqto• v} cervicarium, Polster, siehe Ducange s. v. B. Kama 85b דהרזקיה באינדרונא nach der Leseart des Aruch: er schloß ihn ein in's Zimmer, pers. eudsrün. — הרזק, davon בי החיקא Kerker, nabataisch: הרוק einschließen (Freitag, Einleitung 108), ar.: מהחק eingekerkert. In unseren Edd. steht dafür ד ה ד ק י ה von הדק. Nedarim 91b ist החק unverändert beibehalten. — Menach 50b: ואי אפי לה מאתמל א 1 ש פ א לה , wenn er (das Brod) von gestern (Freitag und nicht am Sonnabend) backt, so vertrocknet es. So nach Aruch גשף, der noch eine zweite Leseart א י נ יש ב א bringt und glossirt: שניא צורתה ולא הויא נאה, das Brod verändert seine Gestalt und ist nicht mehr schön. In unseren Talmudeditionen steht א י נ שפ ה, nach Raschi von?)נש blasen, wehen: von der Luft angeweht, durch die Luft aufgeblasen, Buxtorf hatte auch die LA. א י ב ש פ א vor sich. Ich halte אגשפא oder אכשפא für die richtige Leseart, die von späteren Lesern nicht mehr verstanden in אנשבא und אנשפא verschlechtert wurde. אגשפא, אכשפא sind aus pers.: kus'aften, kusuften, vertrocknen, verwelken zu erklären. Das Brod, wenn es von Freitag auf Sonnabend gebacken wurde, vertrocknete, außer wenn es etwa in grüne Kräuter gelegt wurde, דכביש ליה בירקא, damit es frisch bleibe.- Taan. 23 b: הבו לי גואלקי ואיזל ואייתי לי בזוזא עיבור א, gebet mir Säcke (pers. gruval) und ich will Getreidevorrath holen. Aruch hat dafür auch die Leseart: רוזינקא — .ואיזבון לכו ד ו ז י ב ק א ist das pers. 1-Ü21, syr. רריקא, Tagesbedarf, an dessen Stelle später das geläufigere עיבורא gesetzt wurde. --Ueberhaupt ist in allen Fällen den Lesearten des Aruch die sorgfältigste Beachtung zu schenken. Pesachim 110b und 111b: צווח דיקלא nach Nascht und Samuel b. Me'i'r: der Dattelbaum vertrocknete. Aruch 3 צו liest statt dessen צ ו ו א und das selten vorkommende Wort ist in das geläufigere צווח (schreien) geändert worden, ungeachtet der Sinn dadurch vollständig geändert wird. Die richtige Leseart des Aruch hat sich übrigens au einigen Stellen auch in den Edd. erhalten, Pesachim 56 : צאוי לאלתר (Aruch צווי), der Baum vertrocknet alsbald; Pesachim lila: צוו ברעיה, seine Beine verdorrten; B. Bath. 24b: דאזיל אבקא ומצוי ליה, der Staub macht den Baum verdorren. צוא ist genau das ar. צוי ,צוא, die