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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 5 · p. Seite 208

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 5
Article
Beleuchtung einiger Stellen in Exodus 3, 1-15, 22
Date
1870-01-01
Page
Seite 208 (sequence 16)
Language
German
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208 Beleuchtung einiger Stellen in Exodus 3, 1—15, 22. wird, die beim Leser die Kenntniß desselben unbedingt voraussetzt. In keinem der Zeitpunkte aber, in welche die Bibelkritik die Abfassung des Pentateuchs verlegt, läßt sich, so weit es aus den literarischen Dokumenten der betreffenden Zeiten zu ermitteln ist, eine Spur von einem solchen Unterschiede wahrnehmen. Es ist wahr, in der späteren biblischen Literatur bedeutet Elohim Gott im Allgemeinen, während das Tetragrammaton eine ausschließliche Bezeichnung für den jüdisch-monotheistischen Gottesbegriff ist. Man findet aber nirgends, daß die erste Bezeichnung auch dann gebraucht wird, wenn der Gegensatz zwischen dem jüdischen und heidnischen Gottesbegriffe betont werden soll. Doch wollen wir nicht zu viel Gewicht auf diesen Umstand legen. Es wäre immerhin möglich, obschon unwahrscheinlich, daß der Unterschied im Volksbewußtsein noch lebte, trotzdem die Literatur keine Spur davon hat. Ebenso wenig wollen wir der Haltung der Darstellung des dritten Abschnittes, die den Eindruck persönlicher Betheiligung macht, entscheidende Beweiskraft znschreiben; sie kann allerdings ein künstlerisches Produkt späteren Datums sein. Für entscheidend halten wir dagegen die außerordentliche Ansmerksamkeit, die in unserer Partie zwei Ereignissen geschenkt wird. Wenn sie je von großer Wichtigkeit waren, und sie waren dies, denn sonst würden sie hier keinen Platz gefunden haben; so konnte dies nur beim ersten, höchstens auch beim zweiten Geschlechte nach dem Auszuge aus Egypten der Fall sein. Wie wären sonst die Wärme und Vorliebe zu erklären, wornit die Berichterstattung in dem ersten nnd dritten Abschnitte den Umstand erwähnt, daß Israel, mit Kostbarkeiten der Egypter beladen, das Land seiner Leiden verlassen habe? Eine, in Vergleich mit andern daselbst berichteten Ereignissen, so geringfügige Einzelnheit wird nicht allein erwähnt und mit Vorliebe erwähnt, sondern auch in' einem Zusammenhänge, der, seiner ganzen Anläge gemäß, alle Einzelnheiten entweder ausschließt, oder dem Gedächtnisse entzieht. Wie kommt es nun, daß derselben in der

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