Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Beleuchtung einiger Stellen in Exodus 3, 1-15, 22
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 207 (sequence 15)
- Language
- German
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207 Beleuchtung einiger Stellen in Exodus 3, 1—15, 22. Gebiet berührt; allerdings mar diese Berührung keine freundschaftliche. Denn, indem sie bestrebt mar, die pragmatischen Spuren in unserer Partie an den Tag zu bringen, hat sie auch die Einheit derselben nachgewiesen. Nun, es ist kein" Geheimniß, daß es bis jetzt der Bibelkritik nicht gelingen wollte, stichhaltige, positive Gründe für ihre angeblichen Resultate zu finden. Der scheinbare Mangel an Einheit ist der Punkt, von dem sie ausgeht und ans den sie zuletzt alle ihre Beweise zurückführt. Der Mangel an Einheit, so folgert man, setzt Fragmente voraus; Fragmente aber können von verschiedenen Händen und also auch von verschiedenen Zeiten herrühren; der heilige Charakter des Werkes verräth gewisie Tendenzen, die zu verschiedenen Zeiten auch verschieden waren; dies macht wiederum die Annahme des zweiten Gliedes wahrscheinlich: find aber die verschiedenen Bestandtheile von verschiedenen Zeiten, so bedarf es nur des Scharfsinnes, dieselben wie ihren Geist zu ermitteln. Dies sind in allgemeinen Zügen die bibelkritischen Beweisführungen. Wenn nun aber die Einheit unserer Partie nachgewiesen ist, so löst sich, was dieselbe betrifft, die Basis der erwähnten Folgerungen in Nichts auf und mit ihr, bis zu einen! gewissen Grade, alle auf sie gegründeten Schlüsse. Bis zu einem gewissen Grade; denn, wir verhehlen uns nicht, daß der Nachweis der Einheit in! Allgemeinen noch lange nicht die Möglichkeit anderer Abfassungszeiten, als die traditionelle, aufhebt; Einheit schließt allein die Annahme mehrerer, mit verschiedenen Absichten zu Werke gehender Verfasser aus. Wir glauben aber, wie bereits bemerkt, einige Züge in unserer Partie entdeckt zu haben, die bestimmt einen Zeitpunkt angeben, über welchen hinaus die Abfassungszeit nicht gesetzt werden kann. Zu unserer übersichtlichen Darstellung des ersten Abschnittes haben wir auf den Umstand aufmerksam gemacht, daß da von dem Unterschiede zwischen dem Tetragrammaton einerseits und Schadda! und Elohim andererseits in einer Weise gesprochen