Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Beleuchtung einiger Stellen in Exodus 3, 1-15, 22
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 203 (sequence 11)
- Language
- German
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t־ Beleuchtung einiger Stellen in Exodus 3, 1—15, 22. 203 direkt nach der Mittheilung des gesetzlichen Theiles und vor der Eröffnung dieses Abschnittes, angewiefen wird (V. 17 und 18, erste Hälfte). Zwischen V. 19 und 20 konnte dieselbe nicht eingefügt werden, weil dann die andere Hälfte von V. 18 und 19 zu isolirt wären. Der schiefen Stellung, die die Aninerkung, weil zu weit von dem zu erklärenden Punkte entfernt, haben müßte, wird durch die Form, in die sie gegossen wurde, vorgebeugt; die Worte ויהי בשלח פרעה machen den eigenthümlichen Charakter der ersten anderthalb Verse vergessen; dieselben machen nun den Eindruck nicht einer Anmerkung, sondern des Anfanges eines neuen Abschnittes. Die Bedeutung des den vierten Abschnitt abschließenden IS, 19 ergiebt sich nach dem oben Auseinandergesetzten von selbst. Die Ermittelung derselben bedingt keine übersichtliche Darstellung der Hauptmomente des betreffenden Abschnittes. Wie wir es am jedesmaligen Ende der früheren Abschnitte gesehen, so wird in V. 19 der Gesammteindruck des ganzen Abschnittes wiedergegeben. Dieser Zug dient hier überdies noch zur Orientirung rücksichtlich der auf 19 folgenden zwei Verse: 20 u. 21. Das in demselben erwähnte Faktum fand natürlich gleichzeitig mit dem V. 1 Berichteten statt. Der Grund dieser späteren Mittheilung liegt augenscheinlich im folgenden Umstande. Der überwältigende Eindruck, den die Vergegenwärtigung der wunderbaren Rettung auf die Darstellung gemacht hat, giebt sich in den drei Versen 29, 30 und 31 kund, die sich in dem vorigen Kapitel an das zuletzt berichtete Moment jener Rettung anschließen. Schon in V. 29 geht der historische Ton in einen epischen über, dem dann die ganz und gar epischen Verse 30 und 31 folgen, und die gleichsam die Einleitung zum Siegesliede bilden. Die Berichterstattung kann sich nun unmöglich entschließen, diese Stimmung durch Einfügung historischer Einzelnheiten, wie die in V. 20 und 21 sind, zu stören. Wenn es möglich gewesen wäre, würde sie auch den ersten Satztheil des ersten Verses dieses Kapitels aus׳