Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Beleuchtung einiger Stellen in Exodus 3, 1-15, 22
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 195 (sequence 3)
- Language
- German
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Beleuchtung einiger Stellen in Exodus 3, 1—15, 22. 195 Hierdurch wird ein wesentliches Moment des dritten in diesen Abschnitt hineingezogen. Es ist dies also eine Abnormität, die indeß nicht so gleich und so stark in die Augen fällt. Eine andere, größere Schwierigkeit ist Folgendes. Bis jetzt ging dem Eintreffen jeder Plage eine mittelbare oder unmittelbare Verkündung derselben voran. In der Berichterstattung fand dieselbe jedesinal ihren Platz in der Zeit zwischen den Plagen, respectiv nach den geführten Unterhandlungen in Folge der je eingetroffenen Plage. Auch diese Neihefolgewird hierdurch das eigenthümliche Ende der letzten Unterhandlung unmöglich gemacht. Die Berichterstattung sieht sich geuöthigt, die Verkündung der gedachten Plage gleichsam stattfinden zu lassen, noch ehe der göttliche Auftrag hierzu ertheilt ist. Dies ist eine Abnormität, die zu sehr auffällt, als daß die Berichterstattung hätte darüber mit Stillschweigen hinweggehen dürfen. Die not Hw endige Erklärung dieser Erscheinung giebt 11,1. In der ihr e ig ent hümli ch e n Weise e r i n n e r t d i e B e r i ch t e r st a t t u n g, d a ß n u u der Zeitpunkt ein getroffen sei, in welchem jene uns von früher bekannten Offenbarungen sich r e a l i s i r e n sollen. Sie benutzt aber zu gleicher Zeit die Gelegenheit, um andere, ebenfalls nothwendige Erklärnngen zu geben. Wir haben so eben gesehen, welchen tödtlichen Haß das Auftreten Mose's in Pharao hervorgerufen hat. Sollte nicht dieselbe Ursache dieselbe Wirkung beim ganzen egyptischen Volke gehabt haben? Sollten die Egypter nicht von demselben Hasse gegen Mose, ja gegen ganz Israel erfüllt gewesen sein? Und wenn dieses wirklich der Fall war, wie würde dann hiermit die große Gunst zu reimen sein, die später beim Auszüge die bittern Feinde Israel bewiesen haben sollen? Vers 2 er inn e r t a n d i e, hinsichtlich dieser G n n st, gegebene göttliche Versicherung, um dann in V. 3 uns ereu Voraussetzungen eines feindlichen Verh ältni ss es zu begegnen. ״Das V e r h ältniß der 13*