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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 4 · p. Seite 186

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 4
Article
Eine alte Tradition über die Anzahl der eigentlichen Gottesnamen
Date
1870-01-01
Page
Seite 186 (sequence 4)
Language
German
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186 Eine alte Tradition über die Anzahl der eigentlichen Gottesnamen. dann nur der ״eingegrabene oder eingestochene Gottesname" bedeuten kann, welche Bezeichnung aber gerade für den, auf den! Stirnblech besittdlicheu Gottesnamen, durchaus nicht paßt, da dieses die Worte קרש לה׳ nicht eiugegraben, sondern Haut- Relief enthielt, ckr. Mann. Kle Ha-Mikdasch IX, 2 (Nabad z. St.) und Gittin 208 rm והאותיות בולטות בפניו (מכה בדפוס (1האותיות עד שבולטות מלפניו. Herr O. hat diesen Widersprllch gefühlt, und übersetzt darum ״ausgeprägter Gottesuame", was aber der von ihm selbst gegebenen etymologischen Bedeutung von פדש nicht mehr entspricht. Sonach findet das iuvus 3 non' lucendo, raomit Hr. O. deit Stab über die bisherigen Erklärungen des שס המפורש (der ״ausgesprochene" Name, der — außer im Tempel — nicht ausgesprochen werden durfte) bricht, seine volle Anwendung auch auf beu Oppeuheim'schen Erkläruugsversuch, (״der eingegrabeue Name", der nicht eingegraben, sondern hervorragend war). ■— Der nachfolgende Erklärungsversuch, dem der Vorzug der Einfachheit nicht abzusprechen ist, dürfte darum plausibler sein. Unter allen (seien es sieben oder zehn) oben aufgeführten eigentlichen Gottesnamen ist das Tetragranunaton nicht allein der charakteristisch jüdische, dein alten Testamente eigenthümliche, das eigentliche Wesen Gottes bezeichnendste, — so zu sagen der ״EigennameGottes" — sondern er ist auch der einzige in der Bibel selbst erklärte, er tritt gewissermaßen von Anfang an etymologisch erklärt auf. Ich meine jene bezeichnende, inhaltsschwere Gotteserklärung Exod. 3, 15, wo auf die Frage Mose's מה שמו מה אומר אליהס, ihm (nach dem offenbarten אהיה אשר אהיה) die Gottesantwort zu Theil wird כה תאמר לבני ישראל יהו׳ ובי וה שמי לעולם וב׳. Von dieser, dein Mose gewordenen göttlichen ') Das כתב מפרש in den Targumim kann schon aus diesem Grunde nicht — wie Hr. O. beweisen will — ״cingegrabenc Schrift" bedeuten, weil das gegen die Halacha wäre; überdies hat Herr Nathanson von hier, der in einem längeren Aufsahe, — dessen Abdruck durch den Casscl'schen überflüssig geworden — ebenfalls O.'s Ansicht zu widerlegen suchte, mich auf die Raschistelle zu Exod. 28,11 aufmerksam gemacht: פתוח׳ חותם, כתרנומו כתב טפרשכגלף דעזקאוכו׳ כתב ניכר ומפורש, woraus ersichtlich, daß Raschi ebenfalls das כתב מפרש im Sinne von ״d c u t l i ch e r Schrift" verstanden hat. Man vgl. hierzu Jarg. jcrusch. Genes. 30, 22: כתבא מפרש,

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