Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Über den Ursprung und die Bedeutung des Ausdruckes "min" im babyl. und jerus. Talmud
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 176 (sequence 14)
- Language
- German
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170 lieht׳ ben Ursprung und die Bedeutung den bestätigt wird, wo die Mäinin heidnischer Abstammung Hinsichtlich der Annahme von Opfern denjenigen von jüdischer Geburt vorgezogen werden. Dämonen zu bannen, Krankheiten zu beschwören und Wunder zu thun, galten von Anfang bis tief in das Mittelalter als ehrende Charismen, die die Rabbinen natürlich für מעשו קוסמס halten mußten; was aber von Jost's Behauptung (a. a. O. Il S. 43): die Rabbinen glaubten wirklich, daß die M. zauberten, zu halten sei, ergiebt sich aus (Jer. Synh. 25 b) der Erzählung, daß ein Main ein Kalb von der Heerde stahl und vorgab, er habe es aus einer Scholle geschaffen; etwa, wie Sylvester durch Belebung des Ochsen, um die Juden zir bekehren. Für das dunkle מעשה קוסמים gebraucht N. Chananja (ib.)אחיות עניבם : Blendwerk. Ebenso zeigt der Ausdruck: ותיק סכר אשתו לא, CH ul. 13b daß die Rabbinen nicht auf bloßes Hörensagen urtheilen. Der Brief Clemens an Jacobus e. 7 spricht von Steuerung der Hurerei und des Ehebruches; ähnlich warnt Petrus Homil. HI, 68 vor der Pest der Begierden u. s. w. Clemens an die Kor. I, Kap. 20 ermahnt die Frauen zur K e u s chheit u. s. w., warnt Kap. 30 (vgl. Synh. 37a R. Kahana und heidnischen Main die Männer vor schändlichen Begierden, fluchwürdigem Ehebruch; vgl. II c. 9. — 1. Kor. 5, 1 hat ein Christ seine Stiefmutter geheirathet und Apoc. Joh. 2, 6 ff. werden die Nicoläiten wegen Troovtia bekämpft. Eigenthümlich ist die Behauptung Ritschl's (Eutst. d. Altkath. Kirche 2 A. 135) —: ״Bilca m und Jzabel verführten die Israeliten nicht überhaupt zur Unzucht; sondern ihre Schntld war, daß sie die Israeliten zu e h e l i ch e n Verbindungen mit den Kanaanitern anleiteten". Die Mäinin endlich, welche (N. Hasch. 22 a) die Festfeier in Verwirrung bringen wollten, sind wohl Qnartodecimaner. Schließlich kommen nach die Mainiu an die Reihe, welche (Megilla 24 I», Bäb.) sagen: Es loben dich die Guten. Graetz will in ihnen Pneumatiker erkennen, worin ich ihm aber nicht beipflichten kann. Meiner Meinung nach sind es Christen, die sich für würdigere Freunde Gottes halten, als die Juden sind, weil sie Gott 67« 10׳ v ßacuXfvjg rr/g do't-rjc, rov xvqCov oröaam: oder: consilio verbi loben. Durch Zeit und Verhältniste ging — keine seltene Erscheinung — die eigentliche Bedeutung des Wortes verloren. Der jüdische Kern des Christen-