Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Über den Ursprung und die Bedeutung des Ausdruckes "min" im babyl. und jerus. Talmud
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 174 (sequence 12)
- Language
- German
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174 lieber bcn Ursprung und die Bedeutung 14 b, A. S. 40 b). Einem Main, der stolz auf das Licht der Heiden, höhnend, fragt: Wann wird der Messias kommen, schließt R. Abbahu den Lästermund durch Hinweisung auf Jes. 60, 2 (Syuh. bab. 99). lieber die Mainin, welche R. Ami und Gabiha, SohnPsisa widerlegen (ibid. 91a), giebt indeß ihre Läugnung der Auferstehung des Leibes Auskunft, daß es Ultrapauliner waren. Den Pauliner heidnischer Herkunft erkennen wir (Bab. Chagiga S b) in dem Main, der dem R. Josua S. Chananja durch zugewandten Rücken andeutet, Gott habe die Juden verworfen. Wenn auch unter den ספרי מאיניבס, die Synh. 100 b von der Lecture ausgeschlossen werden, christianische Bücher über- Haupt gemeint sind, so denkt man bei den □פסרי מאיני (Chagiga 15 b, die so sehr auf Acher influirten, dennoch besser an gnostische Schriften, die meistens in gebundener Rede abgefaßt waren (Graetz, Gnosticismus S. 15; Assemani: Vita Ephraem syri• Bib. Orient). Es hindert nichts, den Main, (Nedar. 49) der R. Jehuda (S. Jlai) wegen seines guten Aussehens für einen Wucherer oder einen Schweinehändler hält, als׳ einen Christen zu bezeichnen; zu bemerken ist nur, daß der Jeruschalmi Sabb. lla und Parall. מטרוניתא hat. Speciell Judenchristen hat die Gemara (Megilla 24 b) im Sinne, wenn sie erklärt, deshalb werde einer, der in bunten Kleidern nicht vorbeten wolle, zurückgewiesen, weil er im Verdacht stehe, שמא מינות נורקה סו; denn so sagt Hegesipp (Lus. Bist. eccl. II, 23): vovrip ,u 0 v 0) 8’£7ן v itg rot ayta eigisv aiövde yaq sqsovv s^oqsi, u X X u a iv d 6 vag von Jakobus. Ebenso ergiebt sich aus einer Vergleichung mit Matth. 23, 14, daß die Mischna (ibid.) an Judenchristen denkt, wenn sie נתנו על פס ירו u. s. w. als ma'Mische Sitte bezeichnet. Auch dort wird blos das Wie der Phylakterieu verworfen, nicht die Ceremonie im Ganzen, lieber die Anerkennung der Ceremonien in jener Rede vgl. Lange's Commentar. Es gehört zur schiefen Austastung, die das Verhältniß der Nabbinen zum Christenthum von Jost erfahren, wenn derselbe (Geschichte d. I. u. S. II, 42) behauptet, die Verordnungen Chulin 13 a, b, welche die Maurin in gewissen Beziehungen unter die Heiden stellt, stammen aus einer Zeit, in welcher man die Absonderungen auf das Aeußerste trieb; der Ausdruck שחטת מין לע״ו Hütte ihn aber überzeugen sollen, daß