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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 3 · p. Seite 135

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 3
Article
Tract. Megilla, Absch. III, Mischna 9
Date
1870-01-01
Page
Seite 135 (sequence 5)
Language
German
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Tract. Megilla, Absch. III, Mischna 9. 135 tion häufig das Schriftwort cormmpirten uud Deutungen hineinbrachten, die den halachischen Bestimmungen zuwider liefen, und die Talmudisten hatten allen Grund, mit der größten Aengstlichkeit darüber zu wachen, um die Verbreitung solcher Irrlehren möglichst zu verhüteil. Daß wirklich solche Lehren viel im Schwünge ivaren, braucht nicht erst bewiesen zu werden, es sind uns noch manche Proben davon erhalten, und wir werden den Sinn unserer Mischna recht begreifeil, wenn ,vir unsere Aufmerksamkeit auf diese richten. R. Joseph war, wie bekannt, selbst Targumist, und wir dürfen wohl bei ihm mit Recht eine geilane Vertrautheit mit den häufig gewesenen verschiedenen Targumim und sonstigen Auslegungen voranssetzen, wie solche der spätere Ps. Jonathan aufgenommen und zusanlulengestellt hat, und die Ulan in sonderbarer Naivetät" denl Pentateuch ohne Bedeilken beigedruckt hat, als ob sie den, Oukelos ebenbürtig wäreil. Es ist noch nicht zu lange her, daß Manche unserem Rabbi Jos. diese Paraphrase zuschreiden wollteil, und wäre dies nicht bereits von Geiger u. A. gründlich widerlegt, wir hätten hier Grund genug, ihn von diesein Vorwurf freizusprechen. Rehmen wir die Paraphrase einmal vor und sehen zu, wie hier unser Kapitel behandelt wird. Gleich der Anfang, V. 6, איש איש 121׳ hat Jon. . . . גבר טלי וגבר סיב לכל קריבת בשריר. לא תקרבון לבואה ערייתא בתשמישתא ובפרסומי ער יי א. Schon daß immer לאה גלה in לאהבו׳ umgesetzt ist, scheint Etwas zu involviren, das den! eigentlichen Sinne widerspricht — גבר טלי? Die Halacha hat איש פרט לקטן. Und was sagt . . . בתשמישהא ובפרסומי? Hier wird offenbar nicht nur השמיש, sondern auch jede Entblößung verborgener Theile unter הייבי ברירהור־ז gebracht! Das ist aber schnurstracks gegen die traditionelle Halacha! Wohl wird auch im Talmud Aboda sara 17s. Nllah getadelt, daß er seine Schwester auf die Hand, nach Andern auf die Brust geküßt, weil jede vertrauliche Annäherung verpönt sei, anlangend an לא רהקרבו. Das ist aber nur eine agadische Deutung, und soll keineswegs den eigentlichen Wortsinn ausmachen, ist nur als סייג לערי ורה bezeichnet. Und nun vollends der folgende Vers . . . עריירה אבוך ועריירה אמך לא רהבזי אירה א לא רהשמש עם אבהא וגבר לא

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