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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 3 · p. Seite 103

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 3
Article
Beleuchtung einiger Stellen in Exodus 3, 1-15, 22
Date
1870-01-01
Page
Seite 103 (sequence 7)
Language
German
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Beleuchtung einiger Stellen in Exodus 3, 1—15, 22. 103 hier und nicht nach 7, 7 eingefügt wurde. Sie würde sich hier au das Personale gut anschließen und überdies eine so störende Wiederholung, wie die Verse 29 und 30, unnöthig machen. Diese Schwierigkeiten sind aber beseitigt, wenn man in V. 10 bis 14 beu Schluß des ersten Abschnittes sieht. Die Genealogie wäre dann am rechten Platze; denn immerhin ist der Unterbrechung zwischen zwei Perioden beu Vorzug vor der in der Mitte einer Periode zu geben. Man sieht also, daß keine der beiden Annahmen, so viel Wahrscheinlichkeit jede derselben beim ersten Blicke hat, zuletzt die Kritik aushalt. Man kommt aber auch feinen Schritt weiter, wenn man 6, 10—14 und ibid. 29, 30 und 7, 1—6 der Einfassungsstücke der Genealogie nimmt. Wenn diese Stücke keine Fakta, sondern, wie die Genealogie selbst, nur in historisches Gewand gekleidet, das Personale enthielten, so würden nicht nur die eben auseinandergesetzten Schwierigkeiten nicht aufgehoben, sondern auch die ganze Reihenfolge der einzelnen Bestandtheile unbegreiflich sein. Die gedachte Wiederholung insbesondere, wäre dann ein unlösbares Räthsel. Der beabsichtigte Zweck würde ja erreicht sein, wenn 6, 10—14, jedenfalls wenn 10—13 wegblieben. Nicht minder schwierig ist die Stelle gegen Ende des zweiten Abschnittes, 11, 1—3. Was will diese Einschaltung, die, ohne einen zwingenden Grund, ein nothwendig zusammengehöriges Ganze in zwei Stücke zerreißt? Die Annahme, daß die betrefsende Offenbarung Mose erst während des ärgerlichen Auftrittes (10, 28) zu Theil wurde, würde eine solche Einschaltung vor 10, 29 begreiflich machen. Die vorliegende aber erklärt sie nicht; im Gegentheil, sie vermehrt noch die Schwierigkeiten. Denn die Worte, in denen V. 29 die Erwiderung Moses ans den beleidigendeil Ausfall Phacao's ansdrückt, machen den Eindruck einer Aeußerung, die aus dem Bewußtsein, einem ohnmächtigen, dem Falle so nahen, aber verblendeten Feinde gegenüber zu stehen, kommt. Dieses Siegesbewußtsein ist aber nur dann erklärlich,

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