Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 3 · p. Seite 102

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 3
Article
Beleuchtung einiger Stellen in Exodus 3, 1-15, 22
Date
1870-01-01
Page
Seite 102 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2829132-2829388-2829392-2864970--12614-2864995
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

102 Beleuchtung einiger Stellen in Exodus 3, 1—15, 22, ten soll. Ihrem Inhalte nach zu urtheilen, sollte man sie für letzteres halten. Das oollständige Mißlingen der bisherigen Schritte mußte Mose den Muth für die Zukunft benehmen. Eine neue Aufforderung zur Lösung seiner Aufgabe, wie sie V. 12 giebt, war daher nothwendig. Hiermit fängt aber der zweite Abschnitt an, da die auf diese Aufforderung folgende Sendung schon in den zweiten Abschisitt fällt. Unerklärlich bleibt es aber dann, daß auf den gegen die erwähnte Aufforderung gemachten Einwand, der Mangel an Beredsamkeit ihn zur gedachten Lösung ungeschickt mache, eine übrigens schon früher entgegengehaltene Entschuldigung, keine entkräftende oder beruhigende Antwort folgt. Die allgemeine und zudem scheinbar so schleppende Mittheilung in V. 13 wird man doch wahrlich nicht als Antwort betrachten. Diese Schwierigkeit ließe sich indeß noch heben. In den letzten zwei Versen dieses Kapitels begegnen wir augenscheinlich dersel- Leu Aufforderung und demselben Eirnvande, die wir in der so eben erwähnten Stelle gesehen haben. Die eben daselbst vermißte Antwort erfolgt hier allerdings. Nur läßt es sich nicht gut voraussetzen, daß derselbe Einwand faktisch dreimal wiederholt worden wäre. Es ließe sich nun leicht hieraus schließen, daß die letzten Verse dieses Kapitels nur ein wiederholter Bericht ein und deffelben Faktums seien. Die Veranlassung zu dieser Wiederholung wäre dann in der Einschiebung der Genealogie zu suchen. Es stehen aber dieser Annahme gewichtige Bedenken im Wege. V. 28, in welchem mit so viel Nachdruck auf den neuen Schauplatz (כארץ מצרים) gewiesen wird, und der daher als der Grenzstein zwischen den betreffenden Abschnitten betrachtet werden kann, verbietet, die eben erwähnten Stücke zu identificiren. Auch dürfen die nicht unbedeutenden Abweichungen beider Stellen nicht übersehen werden. את אשר אני דבר אליך sagt etwas anderes als ושלח את מי ישראל מארצו; die in V. 12 den Einwand verstärkenden Worte חן כני ישראל לא שמעו אלי, hat V. 30 nicht. Endlich ist der Grund nicht einzusehen, warum die Genealogie

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.