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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 3 · p. Seite 101

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 3
Article
Beleuchtung einiger Stellen in Exodus 3, 1-15, 22
Date
1870-01-01
Page
Seite 101 (sequence 5)
Language
German
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Beleuchtung einiger Stellen in Exodus 3, 1—10, 22. 101 zeugen aber unzählige, in seinem Commentar zerstreute Bemerkungen, ivie sehr er es verstanden hat, in den Geist des Pentateuchs eiuzudringen, und der Darstellung in ihren verschlungenen Pfaden zu folgen. Seine Blicke sind immer, auch wo sie nicht auf den Grund eindringen, imschätzbare Winke, die den Forscher einer günstigeren Zeitströmung, als die Nachmanidische war, auf den rechten Weg führen. Und so sind sie es auch, die so manche noch herrschende Dunkelheit in der pentateuchischen Partie aufhellen, die wir, zur Ermittelung und Beleuchtung einiger in derselben vorkommenden Stellen, an denen das subjektive Element der Berichterstattung verborgen ist, hier untersuchen wollen. In vier Abschnitten entwickelt der Pentateuch die Befreiungsgeschichte Israels aus der egyptischen Sklaverei. Den ersten Abschnitt bilden die Offenbarung am Horeb, die Mose die Erlösung zur Aufgabe stellt, ttnd die erftett zu diesem Zwecke gethanen, aber erfolglosen Schritte (Exodus K. 3 bis K. 6, 14). Der zweite umfaßt den Befreiungskampf (6, 28—12). Der dritte enthält die Befrciungsmomente (12, 1—42). Der vierte schildert den Zug zum und dnrch's Schilfmeer (13, 17—15, 22). Diese Abschnitte bilden aber nicht eine ununterbrochen durchlaufende Bersreihe, vielmehr sind sie von einander mehr oder weniger scharf abgegrenzt. Au zwei Stellen tritt ihre Zusammengehörigkeit durch Einschiebung von nicht direkt zu ihnen gehörigen Stücken ganz zurück; zwischen dem ersten und zweiten Abschnitte begegnet inan Möse's und Nhron's Genealogie, und zwischen dem dritten und vierten Bestandtheilen gesetzlichen Inhaltes. Beim Ueberblicke über diese Abschnitte bemerkt man eine sämmtlichen gemeinsame Erscheinung. Die Grenz- oder Uebergangstheile bieten bedeutende Schwierigkeiten. So ist die Bedeutung der letzten vier Verse am Ende des ersten Abschnittes (6, 10—14) äußerst dunkel. Man weiß nicht recht, ob man dieselben als den Schluß des ersten, oder als den Anfang des zweiten Abschnittes betrach-

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