Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension] / A.
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 89 (sequence 9)
- Language
- German
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Recensionen. 89 fultat, die Ansetzung von. Manasse ^— 588. Dafür spricht nur, daß das jüngste Stück Threni K. 3, V. 6 143 V. 3 c. 110 (S. 113) wird, obschon jüngere Sprachforrllen darin erscheinen, als davidisch erklärt wegen der ״urwüchsigen Kraft und Gedankenfülle, die noch keine Verfallzeit der Poesie bekundet"; obschon S. 112 auf eine ״Nachblüthe der althebräischen Poesie" unter Josaphat und Chiskija hingcwiesen worden ist. Ebenso wenig entscheidend sind die historischen Belege, das; nämlich noch kein Widerstreit zwischen geistlicher und weltlicher Macht, ״sondern die alte david. Königsherrlichkeit mit dem Priesterthume zum heiligen Bunde sich vermählt". Der Dichter sei Nathan, da נאם einen Propheten anzeige, der geschilderte Moment aber der, wie David bei Uebertragung der Lade selbst (?) opferte — das bedeutet doch ויזבח nicht, cfr.!ויזבח שלמר I, K. 8, 43. — Mit ״der priesterlichen Wallung des Königs" ist es somit nicht weit her. Und auch die Erklärung von ארץ רבח mit ״Ammoniterland" wegen des Namens der Hauptstadt steht weit hinter Olshausens ארץ רחבח zurück. Da paßt die Vereinigung priesterlicher und königlicher Funktionen besser auf die Hasmonäer, und der Einwand, daß diese zuerst כהן und dann Könige geworden, besagt Nichts, da hier ״ כחןHoherpriester" bedeutet. Die im VII. Abschnitte (S. 120—139) beigebrachten ״äußern Zeugnisse gegen angebliche Macc.-Psalmen" beginnen mit sprachlichen Aehnlichkeitcn in Kohelet, die wir als für Macc.-Psalmen sprechend, füglich übergehen. Die Anklänge im Buche Baruch können bei der unbestimmten Abfassungs- resp. Uebersetzungszeit desselben Nichts beweisen. — Für כימי השמים hätte Herr E. jedoch eher auf Deuteron. 11, 20, denn auf tfJ 89, 30 verweisen sollen! Auch ist eine ganze Anzahl gewöhnlicher Redewendungen dabei aufgezählt. Schwerer in's Gewicht fiele,, daß in den Mace. *p keine auffallende Aehnlichkeit mit Daniel sich findet, wenn nicht Daniel, um als prophetische Vision aus früheren Zeiten auftreten zu können, sich in ein archaistisches und fremdartiges Gewand hätte Hütten müssen. Das erste der ״textkritischen Zeugnisse", daß die Entstetlung des Textes bei junger Abfassungszeit unerklärlich wäre (S. 124), spricht nur gegen Hitzig, nicht aber gegen die Einschaltung einiger jüngerer Lieder. ״Gegen das Zeugnis; des Sirachiden spricht der, von Herrn E. so vornehm abgethane, schon von Frankel *) erhobene, von Okshausen 2) wie- 9 Vorstudien S. 22, Anm. 2) PsalmenMnleituug.